Daruper Landpartie
Haus Darup mit der Alten Diele verschicken

Darup -

Ob die Daruper Landpartie stattfinden kann, steht in den Sternen. Dass die Macher aber auch unabhängig von der beliebten Veranstaltung etwas zu bieten haben, das stellten sie jetzt unter Beweis.

Dienstag, 30.03.2021, 07:42 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 07:50 Uhr
Fünf Postkarten mit verschiedenen Motiven gehören zu der Sammlung historischer Ansichten. Dazu hat das Team der Landpartie äußerst originelle Briefmarken gestalten lassen: (v.l.) Axel Köhler, Marion Tibroni, Barbara und Johann Bross.
Fünf Postkarten mit verschiedenen Motiven gehören zu der Sammlung historischer Ansichten. Dazu hat das Team der Landpartie äußerst originelle Briefmarken gestalten lassen: (v.l.) Axel Köhler, Marion Tibroni, Barbara und Johann Bross. Foto: Ulla Wolanewitz

Auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind, irgendwas geht immer. Vor allem bei Kulturschaffenden und denen, die sie dabei unterstützen. Ob es in diesem Jahr eine „Daruper Landpartie“ geben wird, steht derzeit noch in den Sternen. Jedenfalls setzt das bewährte und engagierte Orga-Team alles daran, sie zu ermöglichen, wenn Corona es nur irgendwie zulässt. Aber auch zwischen den Landpartien sind die Vier nicht untätig.

Zu Ostern haben sie nun eine sehr originelle Geschenkidee entwickelt: „Wir haben historische Postkarten von Darup neu drucken lassen“, erzählt Marion Tibroni . Gute Idee, denn gerade in Corona-Zeiten ist das Kartenschreiben wieder besonders attraktiv, um in Kontakt zu bleiben und liebe Grüße zu verschicken.

Zum Preis von 10 Euro sind fünf Postkarten mit verschiedenen Motiven von besonders markanten Punkten im Ort zu haben – inklusive Postwertzeichen. Bei Letzteren handelt es sich jedoch nicht um die handelsüblichen Versionen. Auch hier hat sich das Kreativ-Team etwas ganz Besonderes ausgedacht. Während die Postkartenmotive das Hotel Clemens Egbering , das Anwesen von Haus Darup, die Kirche, das Krieger-Ehrenmal und die Mühle vom Daruper Berg zeigen, sind auf den Briefmarken die Alte Diele, Hof Schoppmann, die Daruper Kapelle, Haus Darup und das Ortsschild zu sehen. „Diese Sonderkollektion an Briefmarken ist etwas teurer als der Eigenwert – als es das Porto ausweist – aber dafür ist es etwas Außergewöhnliches“, erklärt Marion Tibroni.

Postkarten und Briefmarken

Die vergangenen Monate ohne Landpartie nutzten die engagierten Vier unter anderem, um den Internetauftritt (www.daruper-landpartie.de) weiter auszubauen. In der Rubrik „DL-Digital (Daruper Landpartie digital)“ sind hier nun 20 Künstlerinnen und Künstler mit ihren interessanten Lebensläufen und Arbeiten vertreten. Die Rubrik „QR (QR-Code)“ beinhaltet umfangreiche und spannende Informationen rund um das historische Darup.

Hier findet sich beispielsweise auch Wissenswertes zur Daruper Mühle. Wer erinnert sich schon daran, dass es auf dem Daruper Berg mal eine aus Bruchsteinen gemauerte Kappenwindmühle gab? „Mit Steert“, fügt Axel Köhler amüsiert hinzu und erklärt, dass eben diese zusätzliche technische Einrichtung es ermöglichte, die Mühle entsprechend in den Wind zu stellen.

Spannend zu lesen ist ebenso die Geschichte des ehemaligen Gildehauses, der Alten Diele, die als älteste Gaststätte des Münsterlandes gilt. Da macht es Spaß abzutauchen in den Alltag vergangener Zeiten, um darüber zu spekulieren, wer denn wohl die hochwohlgeborenen Gäste von Hotel Clemens Egbering – heute Gut Feismann – gewesen sein könnten.

Homepage aufgearbeitet

Ein Verdienst des DL-Teams ist es zudem, dass der Schlaun-Preis sich seit vergangenem Sommer als Bronze an einem Ehrenplatz an der Kirche befindet. A­propos Bronze: Auch die Installation der Skulptur „Zuneigung“ im Dezember auf dem Hof Schoppmann begleitete und lancierte das Orga-Team.

Das Außergewöhnliche dabei: Der Künstler Bernd Altenstein aus Worpswede lebte in Kindertagen als Kriegsflüchtling einige Zeit in Darup. Das Objekt finanzierte die gebürtige Daruperin Margot Krispin (geb. Fehmer), und gegossen wurde es in der münsterschen Kunstgießerei Schwab, die ebenfalls Wurzeln in Darup hat, denn der Firmengründer Siegfried Schwab ist der Sohn des ehemaligen Küsters Josef Schwab.

Wer sich für das historische Postkartenset inklusive Briefmarken interessiert, kann sich telefonisch melden bei Marion Tibroni und Axel Köhler unter 36 12 oder bei Barbara und Johann Bross unter 2 56 34.

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