Umfrage-Aktion des ADFC Nottuln
„Da mache ich auf jeden Fall mit“

Nottuln -

Noch bis zum 18. April läuft die „Mapathon“-Bürgerumfrage des ADFC Nottuln. Mit ihrer Aktion stößt die ADFC-Ortsgruppe auf viel Sympathie.

Mittwoch, 07.04.2021, 05:38 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 05:40 Uhr
Bernhard Witte vom ADFC Nottuln war frühmorgens am Bahnhof in Appelhülsen im Einsatz.
Bernhard Witte vom ADFC Nottuln war frühmorgens am Bahnhof in Appelhülsen im Einsatz. Foto: ADFC Nottuln

Wer mit dem Fahrrad viel in der Gemeinde unterwegs ist, kennt die sensiblen Stellen, an denen sich Radfahrer lieber doppelt versichern, dass die Weiterfahrt ungefährdet möglich ist. Eine solche Stelle ist auch die Radwegeführung der B 525 an der Auffahrt zur A 43 in Richtung Münster. Dort müssen Radfahrer die Anforderungsampel aktivieren, aber nicht jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer realisiert dann das für ihn geltende Rotlicht, wie ein Beispiel zeigt. „Ein Lkw fuhr ohne Verzögerung trotz Rot weiter. Wäre ich ganz normal bei Grün losgefahren, hätte der Lkw mich mittig mit sicherlich 40 km/h erwischt, das hätte ich nicht überlebt“, beschreibt Günter Dieker, stellvertretender Vorsitzender der ADFC-Ortsgruppe Nottuln (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), eine Situation, die er nun erlebte.

Der Nottulner war zusammen mit weiteren ADFC-Aktiven auf dem Weg zum Bahnhof Appelhülsen, um in einer frühmorgendlichen Aktion die Pendler über das Projekt „Mapathon“ zu informieren und für eine Teilnahme zu begeistern. Wie berichtet, hat der ADFC eine Umfrage zur Radwegeinfrastruktur in der Gemeinde gestartet, an der sich alle Bürger aus allen vier Ortsteilen beteiligen können. Ziel ist die Entwicklung eines verbesserten Radwegeverkehrskonzeptes für Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten als Ergänzung zu den Landes- und Kreisplanungen.

Für die frühmorgendliche Informationsaktion am Bahnhof in Appelhülsen transportierten Mitglieder des ADFC mit einem Lastenrad und einem Rad mit Anhänger Materialien wie Stehtisch, Schirm und Infomaterial. Auf der Anreise gab es gleich mehrere Gelegenheiten, die Beschaffenheit der Wege zu testen. „Einige Stellen auf dem Radweg entlang der Bundesstraße sind mittlerweile so schlecht, dass man sie mit Lasten nur noch im Schritttempo passieren kann“, berichtet der ADFC. Und dass Radfahrer offensichtlich vom motorisierten Verkehr nicht immer ernstgenommen werden, zeigte sich dann in „höchst gefährlicher Weise“ auf der B 525 an der Auffahrt zur A 43 Richtung Münster. Dort erlebte die ADFC-Gruppe nicht nur die Situation mit dem Lkw. „Der Fahrer oder die Fahrerin des nachfolgenden Pkw erkannte die Situation erst sehr spät und legte mit quietschenden Reifen eine Vollbremsung hin, sodass die Radfahrer dann doch noch die Straße bei Grünlicht überqueren konnten.“

Ferien- und coronabedingt war der Andrang am Bahnhof Appelhülsen überschaubar, wie der ADFC informiert. Trotzdem konnten noch etliche BürgerInnen angesprochen werden, die durchweg positiv auf das Anliegen reagierten und sich an der Umfrage beteiligen wollten.

Viele positive Rückmeldungen gab es am Nachmittag auch bei einem Stand auf dem Nottulner Wochenmarkt. „Das wird Zeit!“ oder „Da mache ich auf jeden Fall mit!“ waren häufig Äußerungen der Marktbesucher.

„Das war ein wirklich erfreulicher Tag für uns. Wir haben über 600 Flyer verteilen können“, zog Bernhard Witte, langjähriges ADFC-Mitglied und engagierter Tourenleiter, ein positives Fazit.

Und der ADFC wirbt weiter für seine Umfrage, die noch bis zum 18. April läuft. Erneut auf dem Nottulner Wochenmarkt am morgigen Donnerstag (8. April) und natürlich weiter im Internet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger gelangen über die Homepage des ADFC Nottuln (https://nottuln.adfc.de) zur Umfrageseite.

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