Grüne reden mit McDonald‘s
Bedauern über das Verhalten einiger

Nottuln -

Der Müll von Fast-Food-Verpackungen gehört nicht in die Landschaft. Die Nottulner Grünen und Vertreter des McDonald‘s-Restaurants am Beisenbusch sind sich da völlig einig. Leider halten sich nicht alle daran.

Mittwoch, 07.04.2021, 20:03 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 20:10 Uhr
Erörterten die Müllproblematik (v.l.): Walburga Niemann und Sandra Johann (beide Bündnis 90/Die Grünen), sowie David Theiss und Beatrix Jansen (beide McDonald‘s).
Erörterten die Müllproblematik (v.l.): Walburga Niemann und Sandra Johann (beide Bündnis 90/Die Grünen), sowie David Theiss und Beatrix Jansen (beide McDonald‘s). Foto: Bündnis 90/Die Grünen

„Nie war Nottulns Landschaft mehr mit Fast-Food-Verpackungsmüll belastet als in diesen Zeiten, in denen die lokalen Restaurants wegen der Pandemie nur außer Haus verkaufen dürfen.“ Das erklären die Nottulner Grünen in einer Pressemitteilung und berichten davon, dass Fraktionsmitglieder der Grünen dies zum Anlass genommen haben, um mit der Nottulner Filialleitung der Fast-Food-Kette McDonald‘ das Gespräch zu suchen.

Beatrix Jansen , verantwortliche Franchisenehmerin, und David Theiss , Gebietsleiter, bedauerten das Verhalten einiger Kundinnen und Kunden, die kein Bewusstsein dafür haben, dass der Verpackungsmüll nicht in der Landschaft zu entsorgen ist. McDonald‘s sei bestrebt, bis 2025 komplett auf Plastik als Umverpackung zu verzichten, erfuhren die Grünen. „Da das Problem des Verpackungsmülls global noch nicht überall im Bewusstsein der Menschen ist, kann ein weltweit operierendes Unternehmen nicht so schnell konzeptionell reagieren“, erläuterte Jansen. Inzwischen werde das Thema Nachhaltigkeit mitgedacht und es solle überwiegend auf recycelbare Behältnisse umgestellt werden.

„Ein globales Problem kann nicht lokal gelöst werden“, so die anwesenden Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker, aber einen Teil der Verantwortung sehen die Grünen durchaus beim Unternehmen selbst.

„Täglich sammeln wir im direkten Umfeld um den Drive den Müll ein“, bekräftigte Jansen die Bemühungen der Kette. Der Sammelbezirk reiche vom Pendlerparkplatz an der Autobahnauffahrt bis zum Klinkerwerk Hagemeister und Richtung Schapdetten rund 200 Meter hinter dem Werbepylon. Teilweise würden auch die Wirtschaftswege von Müll gereinigt.

An Müllhotspots im Gemeindegebiet sei die Fast-Food-Kette bereit, Mülltonnen aufzustellen, die Entsorgung müssten jedoch andere übernehmen, bat Jansen um Verständnis.

Nach Angaben der Grünen wurde vereinbart, dass McDonald‘s bei Bedarf auf Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern über Müll reagiert. Hierzu kann die Festnetznummer der Filiale am Beisenbusch gewählt werden ( 0 25 09/ 9 93 69 33).

„Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis des Gespräches. Die lokale Filiale übernimmt vor Ort Verantwortung für das Müllproblem in Nottuln“, resümieren Sandra Johann, Richard Dammann und Walburga Niemann von den Grünen.

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