Tipps für Autofahrer
Polizei warnt vor Wildwechsel

Nottuln -

Wildunfälle häufen sich gerade in diesen Wochen. Deshalb warnt die Polizei eindringlich – und gibt wichtige Tipps zum richtigen Verhalten.

Freitag, 09.04.2021, 16:17 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 16:24 Uhr
Die Polizei im Kreis Coesfeld warnt vor Zusammenstößen mit Wild.
Die Polizei im Kreis Coesfeld warnt vor Zusammenstößen mit Wild. Foto: Patrick Pleul/dpa

Derzeit kommt es im Kreis Coesfeld nahezu täglich zu Zusammenstößen mit Wild. Im Laufe der vergangenen Woche waren es 36 Unfälle, vor allem mit Rehen. Verletzte gab es nicht, zieht die Polizei eine erste Bilanz. Sie bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit. Der Berufsverkehr fällt aufgrund der Zeitumstellung wieder in die Dämmerung und somit in die jahreszeitlich stärksten Aktivitäten der Rehe. Die Polizei weist darauf hin, dass der Wildwechsel in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird.

Über das gesamte Jahr 2020 gab es 1308 Wildunfälle im Kreis Coesfeld. Die Polizei rät, insbesondere morgens und abends sehr aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Die Schilder „Wildwechsel“ müssen unbedingt ernst genommen werden. Auch die blauen Reflektoren an den Leitpfosten sind ein guter Hinweis auf besonders betroffene Strecken.

1308 Wildunfälle in 2020

Wenn Wild bereits auf der Straße steht, gibt die Polizei folgende Tipps: Man sollte das Lenkrad festhalten, abbremsen und gegebenenfalls abblenden und die Hupe betätigen. Die Fahrtrichtung sollte man beibehalten, auf keinen Fall ausweichen. Ein Unfall mit Gegenverkehr oder der Aufprall auf einen Baum haben weitaus schlimmere Folgen. Wenn es zum Unfall gekommen ist: Die Unfallstelle und sich selbst sichern (Warndreieck, Warnblinkanlage, Warnweste); die Unfallstelle räumen und – sofern das gefahrlos möglich ist – auch das tote Tier von der Fahrbahn entfernen; die Polizei über den Notruf informieren (gesetzliche Verpflichtung). Wenn das Tier noch weglaufen konnte, auf keinen Fall weiterfahren. Den Kollisionspunkt genau merken. Das Tier hat garantiert Verletzungen, unter denen es in der Regel qualvoll verendet. Die Polizei wird einen Jäger hinzurufen, der sich auf die Suche nach dem Tier macht.

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