Schulpflegschaft der Daruper Grundschule
„Einsparungen gefährden Zukunftsfähigkeit“

Darup/Nottuln -

In die Diskussion über Einsparungen beim Teilneubau der Daruper Grundschule schaltet sich nun auch die Schulpflegschaft der Schule ein. Für die Ausschusssitzung am 11. Mai haben die Elternvertreter eine umfangreiche Vorlage erarbeitet. Die Eltern plädieren für die uneingeschränkte Realisierung der sogenannten Variante 2.

Montag, 03.05.2021, 19:12 Uhr aktualisiert: 03.05.2021, 19:20 Uhr
Das Kopfgebäude der Daruper Grundschule muss neu errichtet werden.
Das Kopfgebäude der Daruper Grundschule muss neu errichtet werden. Foto: Frank Vogel

Die gewählten Elternvertreter der Schulpflegschaft der Daruper Grundschule haben für die gemeinsame Sitzung der Ausschüsse für Bildung und Soziales sowie Planen und Bauen am 11. Mai (Dienstag) eine eigene „Beschlussvorlage“ zum Projekt „Teilneubau der Grundschule Darup“ erstellt. Ziel ist es, die Politik zu überzeugen, die Variante 2 uneingeschränkt zu realisieren – ohne die Einsparung von rund 360 000 Euro.

Die Daruper Schulpflegschaft sowie ein Elternvertreter des Einschulungsjahrgangs 2021/22 haben per Mail der Gemeinde Nottuln viel Lesestoff für die Sitzung am 11. Mai zugeschickt. Die von der Verwaltung erstellte Sitzungsvorlage enthält neben dem SPD-Antrag nur noch drei weitere Planskizzen. „Ziel der Sitzung ist es jedoch, die pädagogischen Aspekte mit der Raumplanung in Einklang zu bringen, zumindest aber zu beleuchten“, schreibt die Schulpflegschaft und erklärt: „Hierfür bedarf es aber Sachmaterials bzw. einer Ausarbeitung, welche Standards dem heutigen Schulbau entsprechen, damit eine sachgerechte Entscheidung getroffen werden kann. Da die Verwaltung bisher nicht erkennen ließ, den Ausschussmitgliedern diese Unterlagen zur Verfügung zu stellen, möchten wir als gewählte Elternvertreter diese Beschlussvorlage liefern.“

Die Schulpflegschaft verweist auf eine „Handreichung zum Schulbau“, die der NRW-Städtetag verfasst hat. Die darin empfohlenen Flächengrößen für Grundschulen hat die Schulpflegschaft mit der Variante 2 verglichen. Danach fehlen sogar etwas mehr als 200 qm Flächen für die pädagogische Arbeit.

Schließlich hat die Schulpflegschaft eine umfangreiche Beschlussvorlage erarbeitet. In der beleuchtet sie nicht nur die stabilen Schülerzahlen der kommenden Jahre und erläutert das Raumprogramm für eine eineinhalbzügige Grundschule. Die Schulpflegschaft beschreibt auch den heutigen Schulalltag, nimmt Stellung zur Architektur und zu den einzelnen Räumen.

Ihr Fazit: „Der Raumbedarf für die schulisch genutzten Räume orientiert sich am unteren Bedarf und unterschreitet deutlich die Handlungsempfehlung des Städtetages.“ Dadurch werde bereits die angespannte Haushaltslage der Gemeinde berücksichtigt. Aus Sicht der Eltern ist für den Teilneubau eine Vielzahl von Förderungen in Form von Zuschüssen und Finanzierungen möglich. Diese gelte es, von der Gemeinde abzurufen.

Im Begleitschreiben betonen die Eltern: „Der Markenkern der Daruper Grundschule ist ihre Eigenständigkeit bei einer kleinen Größe mit einer festen Verwurzelung im Dorf. Dieses gilt es zu erhalten.“ Und an weiterer Stelle heißt es: „Das nun vorliegende Zahlenmaterial verdeutlicht, dass das Gefühl, was die Eltern in den letzten Tagen umtreibt, richtig ist. Die Zukunftsfähigkeit und der Markenkern der Daruper Grundschule sind mit weiteren Einsparungen gefährdet. Dieses als übertriebene Emotionen zu bezeichnen, ist ebenfalls unangebracht.“

Und die Eltern halten es nicht für sachgerecht, den Teilneubau der Daruper Schule als direkten Auslöser für zukünftigen Investitionsstau zu benennen. „Durch den gefassten Abrissbeschluss hat sich die Gemeinde in die Verpflichtung begeben, die Schule zeitgemäß wieder aufbauen zu wollen. Diesen Anspruch sollte die Gemeinde weiterhin haben“, betont die Schulpflegschaft.

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