Senden
Viele möchten eine Fußgängerzone

Donnerstag, 25.10.2007, 15:10 Uhr

Senden. Über 600 Sendener haben sich an der von der FDP initiierten und von SPD und Grünen mitgetragenen Bürgerbefragung zur Ortskerngestaltung beteiligt. „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, zumal immer noch weitere Fragebögen abgegeben werden“, resümiert FDP-Fraktionssprecher Uwe Kasten . Insgesamt seien rund 5300 Fragebögen an die Haushalte im Ortsteil Senden verteilt worden. Aus seiner Sicht sowie nach Auffassung von Anneliese Pieper (Grüne) und Achim Peltzer (SPD) sprechen die Zahlen der Meinungsumfrage für sich: Etwa zwei Drittel der Bürger, die sich beteiligt haben, seien mit der Situation im Ortskern unzufrieden. Fast 80 Prozent – so Uwe Kasten weiter – befürworteten eine Fußgängerzone .

„Die Resonanz ist ermutigend und zeigt, dass die Leute nach ihrer Meinung gefragt werden wollen und die Politik die Bürger stärker einbinden muss“, meint Peltzer. Dem pflichtet auch Anneliese Pieper bei, die die Beteiligung als „Zeichen der Identifikation mit dem Ortskern“ wertet. Das sei ein Signal, das Politiker, Geschäftsleute und Planer begrüßen sollten. Ganz besonders erfreulich sei, dass viele konkrete Anregungen gegeben worden seien.

„Es wurde vor allem eine Steigerung der Aufenthaltsqualität gewünscht, zum Beispiel durch zusätzliche Sitzgelegenheiten“, fasst Kasten zusammen. „Viele haben gesagt: Man sollte Möglichkeiten der Begegnung schaffen. Zurzeit müssen sich die Leute ja im fließenden Verkehr unterhalten“, ergänzt Peltzer.

„Außerdem wurde mehr Außengastronomie durch einen Biergarten oder eine Eisdiele gewünscht“, nennt der FDP-Sprecher einen weiteren Schwerpunkt der Meinungsäußerungen. Zudem werde der Aufenthalt im Freien – zum Beispiel vor der bestehenden Eisdiele – durch den Parkplatz-Suchverkehr und den Benzingestank gestört. „Es müssten echte Plätze ausgewiesen werden, etwa an der Sparkasse oder am Brunnen“, meint Anneliese Pieper.

Weitere Anregungen, die ebenfalls häufiger gegeben wurden, sind laut Uwe Kasten: Bessere Anbindung der Biete und Gestaltung des Innenhofes, mehr Möglichkeiten für Kinder, attraktiveres Einzelhandelsangebot und mehr Parkplätze in erreichbarer Nähe des Ortskerns.

In den nächsten Wochen sollen „Fachleute in den Fraktionen“ – so Achim Peltzer – die Antworten genau auswerten und Lösungsmöglichkeiten für die Bürgerwünsche entwickeln. Eventuell werde eine interfraktionelle Arbeitsgruppe mit Vertretern von FDP, SPD und Grünen gebildet. Anschließend sollen die erarbeiteten Ergebnisse dem Bürgermeister vorgelegt und mit ihm besprochen werden.

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