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„Freundschaft, Spaß und Zusammenhalt“

Donnerstag, 17.01.2008, 14:01 Uhr

Ottmarsbocholt . Als „Ottmarsbocholter Junge“ hat er den Karneval mit der Muttermilch aufgesogen. Sie hingegen hat Spree-Luft in der Nase. Von daher würzen Prinz Sebastian (Frie) und Funkenmariechen Ute (Zimmermann) die aktuelle Session gleichermaßen mit trockenem westfälischen Humor und Berliner Charme, frei nach dem diesjährigen Motto „Es feiern alle Jecken vereint in sieben Ecken“. Und da beide auch im „richtigen Leben“ ein Paar sind, ist das Funkenmariechen nach seiner närrischen Einbürgerung am 11.11. mittlerweile zu seinem Prinzen nach „Otti Botti“ in die Ecke Neustraße gezogen.

Die „Integration“ in dem 3600-Seelen-Dorf hat der 36-jährigen Großstädterin, die bei Karstadt im Einkauf arbeitet, nach eigenem Bekunden keine Probleme bereitet. „Ich komme schon seit ungefähr zehn Jahren nach Ottmarsbocholt. Die Verbindung ist über Anita Focke entstanden, die ich im Urlaub kennen gelernt habe“, erzählt Ute Zimmermann. Die vergangenen Wochen seien allerdings „recht stressig“ gewesen. „Der Umzug von Berlin, der Job in Essen und karnevalistische Pflichten in Ottmarsbocholt, das alles kam zusammen.“ Als Funkenmariechen sei es eine ihrer Aufgaben, sich in die Organisation der Frauen der Prinzenecke einzubringen. „Bei den Frauen der Neustraße organisiert sich aber vieles von selbst, weil sie sehr engagiert und aktiv sind. Sie haben alles sicher im Griff“, lobt Ute mit Blick auf die 25 000 Papierrosen, die die Frauen für den Prinzenwagen gebunden haben.

Eine der – wie Sebastian sagt – gern angenommenen Pflichten des Prinzen war in den vergangenen Wochen die Teilnahme am Bau des Prinzenwagens auf dem Hof Eckervogt. „Schon mit 15 bin ich mit einem Freund zum Wagenbauen mitgegangen. Mit 16 war ich dann zum ersten Mal beim Eiersammeln mit dabei“, erinnert sich der 28-Jährige, der im bürgerlichen Leben als Industriemechaniker im Außendienst arbeitet. In der Session 2002/2003 übernahm er schließlich die Aufgabe des Kassenwarts der Neustraße. „Der Zusammenhalt und die Freundschaft sind da – gerade in unserer mit ungefähr 130 Haushalten kleinen Ecke. Außerdem ist der Karneval in Ottmarsbocholt eine Institution“, nennt Prinz Sebastian – neben dem Spaß am Feiern – Gründe, warum er sich für das Amt zur Verfügung gestellt hat. „Wir sind das Prinzenpaar für ganz Ottmarsbocholt. Darum war es für uns selbstverständlich, auf den Eckenfesten präsent zu sein. Nach der Pripro am Samstag und dem Umzug mit Schlüsselübergabe am 27. Januar werden wir selbstverständlich auch beim Seniorenkarneval am 2. Februar dabei sein“, nennt Sebastian Frie neben dem am vergangenen Wochenende gelaufenen Prinzenwiegen und der am 28. Januar bevorstehenden Rathausübernahme Aufgaben, die traditionell für die Repräsentanten des Ottmarsbocholter Karnevals anstehen.

Und was wünscht sich das Paar für den Umzug, zu dem wieder Tausende Jecken in Ottmarsbocholt erwartet werden? „Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter. Ansonsten sollen die Leute ihren Spaß haben und feiern – ganz egal, ob sie im Umzug mitgehen oder an der Straße stehen“, sind sich beide einig.

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