Senden
„Wie viel Betreuung darf’s denn sein?“

Freitag, 11.01.2008, 17:01 Uhr

Senden. Künftig werden Kinder in den Tageseinrichtungen der Gemeinde Senden – wie auch im gesamten Land NRW – nicht mehr nur liebevoll betreut und gefördert. Laut dem mit dem 1. August in Kraft tretenden Kinderbildungsgesetz (Kibiz) können Eltern in den Einrichtungen die Betreuungszeiten für ihre Sprösslinge individuell „buchen“. Zur Wahl stehen 25, 35 und 45 Wochenstunden, wie gestern die Leitungen der Tageseinrichtungen sowie Bürgermeister Alfred Holz in einem Pressegespräch erläuterten.

Bedeute dies für die Eltern ein höheres Maß an Flexibilität, stelle es zunächst für die Einrichtungen selbst eine Unwägbarkeit dar. Noch könne niemand genau sagen, für welche Zeiten sich die Eltern künftig entschieden, waren sich alle einig. Die 25-Stunden-Buchung sei allerdings nur für den Vormittagszeitraum möglich, erklärten alle Leiterinnen. Die Kita Pinocchio , die in freier Trägerschaft besteht, bietet nur die 45-Stunden-Lösung an, sagte Leiterin Lisa Schmidt.

Die Anmeldewoche der Kindergärten in Senden und Ottmarsbocholt ist in der kommenden Woche von Montag bis Donnerstag (14. bis 17. Januar) nach Absprache. Im Bösenseller Kindergarten ist die Anmeldung vom 22. bis 25. Januar (Dienstag bis Freitag) vormittags. Alle Tageseinrichtungen informieren die Eltern zudem an Infoständen oder an besonderen Infoabenden über die anstehenden Neuerungen durch das Kibiz.

Bürgermeister Holz bat die Eltern um Verständnis, dass die Zeit für die Anmeldungen so knapp bemessen und der Fragenkatalog komplizierter und umfangreicher als bislang sei. „Wir sind guten Mutes, dass jedes Kind den Platz erhält, den die Eltern wünschen“, erklärte er. In Senden sei da die Situation „komfortabel“.

Ein neues Angebot wird es in Abstimmung mit dem Kreis Coesfeld künftig im gemeindlichen Kindergarten „An der Drachenwiese“ geben. Dort werden erstmals auch Kinder bis zum Alter von zwei Jahren aufgenommen. Die Kapazität sei auf zehn Kinder begrenzt, sagte dazu Fachbereichsleiter Klaus Gilleßen. Sollte darüber hinaus Bedarf bestehen, seien auch der Kindergarten Erlengrund und der DRK-Bewegungskindergarten „Am Schloss“ aufnahmebereit. Kinder von zwei bis sechs Jahren finden in allen Einrichtungen Plätze.

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