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„Man sieht es immer – aber nie genau so“

Dienstag, 19.02.2008, 11:02 Uhr

Ottmarsbocholt . Der idyllisch gelegene Saalmanns See, Köbbings Hütte inmitten eines blühenden Rapsfeldes , spielende Lämmer, der Blick über Wiesen und Felder auf die Pfarrkirche St. Urban : Für Gabi Blaesius ist die Landschaft rund um Ottmarsbocholt nicht nur immer wieder eine Augenweide, wenn sie mit ihren Hunden Tina und Milli spazieren geht. Für die pensionierte Lehrerin sind die Wiesen, Wallhecken, Wälder und Felder ein ideales Jagdrevier, um mit der Kamera auf die Pirsch zu gehen. Auch im Dorf selbst hat sie Typisches, das Ortsbild Prägendes im Bild festgehalten: das Backhaus, die Windmühle und den Brunnen an der Dorfstraße etwa.

Für sich selbst sowie für Freunde und Bekannte hat die ambitionierte Hobbyfotografin aus Ottmarsbocholter Motiven bereits für 2007 und 2008 einen Jahreskalender zusammengestellt. „Die einzelnen Blätter für den ersten Kalender habe ich selbst ausgedruckt und 15 Exemplare in meinem Bekanntenkreis verschenkt. Vom Jahreskalender 2008 habe ich dann 50 Stück drucken lassen“, berichtet Gabi Blaesius, die für 2009 gerne einen Ottmarsbocholter Kalender in höherer Auflage und mit größeren Bildformaten herausgeben würde. Diesbezüglich sei sie offen für eine Zusammenarbeit zum Beispiel mit dem Heimatverein, dem Gewerbeverein oder anderen Interessierten, da sie die Finanzierung eines solchen Projektes nicht alleine tragen könne.

„Hier wimmelt es nur so von Natur. Viele wissen gar nicht mehr zu würdigen, wie schön es hier ist“, sagt die Fotografin, die vor sechs Jahren von Kamen in ihre Wahlheimat Ottmarsbocholt gezogen ist. „Letztes Jahr zum Beispiel, am 8. Februar, das ist mein Geburtstag, war der einzige Tag mit Schnee. Da habe ich ein verschneites Maisfeld an der Venner Straße fotografiert. Das Feld sieht man zwar immer – aber nie genau so“, beschreibt Gabi Blaesius, wie jahreszeitliche Stimmungen, Lichtwirkungen und neue Perspektiven die altbekannte Landschaft immer wieder von Neuem reizvoll werden lassen. „Beim Spazierengehen sehe ich oft Motive – einen Sonnenuntergang oder ein blühendes Mohnfeld – habe aber keine Kamera dabei. Dann versuche ich später das Bild, das ich im Kopf habe, mit der Kamera zu realisieren“, erzählt die Fotografin, die ihr Hobby erst nach Jahrzehnten wiederentdeckt hat.

„Damals wohnte ich in Dortmund, mein inzwischen verstorbener Mann kam aus Frankfurt. Um neue Bekannte zu gewinnen, gründete er einen Fotokreis. Wir trafen uns zu kleinen Exkursionen, haben Schwarz-Weiß-Filme entwickelt und in der Dunkelkammer Bilder vergrößert. Dann kam der Umzug nach Kamen, und ich habe nur noch privat fotografiert.“ Erst durch den Umzug nach Ottmarsbocholt und die Spaziergänge mit ihren Hunden habe sie angesichts der reizvollen Natur zur Fotografie zurückgefunden.

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