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Tempolimit nur auf einer Seite: Kopfschütteln im Ausschuss

Mittwoch, 12.03.2008, 18:03 Uhr

Bösensell. Vor der Einmündung auf die Umgehungsstraße soll lediglich auf der rechten Seite der Kreisstraße aus Richtung Roxel eine Tempo-70-Regelung eingeführt werden. „Die Straßenverkehrsbehörde geht davon aus, dass eine solche Regelung in der anderen Fahrtrichtung nicht notwendig ist, weil die Fahrzeuge nach dem Abbiegen bis zur Siedlung die Geschwindigkeit ohnehin noch nicht erreicht haben“, teilte der stellvertretende Fachbereichsleiter der Gemeinde Klaus Mende den Bösenseller Kommunalpolitikern während der jüngsten Bezirksausschusssitzung mit.

Diese Antwort des Kreises Coesfeld stieß nicht nur bei der CDU , die den Antrag zur Temporeduzierung in der lang gezogenen Kurve gestellt hatte, auf Unverständnis. Auch den Vertreter der SPD und der Grünen erschien die Begründung recht fadenscheinig. Man einigte sich schließlich darauf, dem Bösenseller Ansinnen über die Kreistagsabgeordneten Gehör zu verschaffen: Tempo 70 auf beiden Seiten zwischen Umgehungsstraße und Einmündung zur Gärtnersiedlung lautet die Forderung. „Bei der Beschleunigung heutiger Autos wird eine zu hohe Geschwindigkeit schon vor der Siedlung erreicht“, sagte Heinrich Foschepoth (CDU). „Die einseitige Lösung hilft uns nicht weiter. Die Straße ist auf beiden Seiten gefährlich“, stimmte Dr. Willi Kraneburg (Grüne) zu.

Des Weiteren hatte die CDU eine „Verbesserung der Beleuchtungssituation in Bösensell“ beantragt. Klaus Mende teilte dazu unter anderem mit, dass nach Absprache mit der Kirchengemeinde eine zusätzliche Leuchte – Kosten rund 1800 Euro – direkt hinter der Mauer auf dem Kindergartengelände aufgestellt werden kann. Durch diese zusätzliche Lichtquelle soll der Einmündungsbereich Roxeler-/Havixbecker-/Bahnhofstraße besser ausgeleuchtet werden. Außerdem hatte die CDU die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob die Beleuchtungssituation durch Austausch der Leuchtkörper in den „Tellerlampen“ verbessert werden kann. Eine solche Maßnahme würde nach Auskunft der Verwaltung rund 450 Euro pro Lampe kosten. Bürgermeister Holz: „Wir haben über 2000 Lampen.“

Fachbereichsleiter Klaus Stephan gab dem Bezirksausschuss schließlich noch einen Sachstandsbericht bezüglich zweier Anträge des SV Bösensell: Auch in Senden liege ein Antrag bezüglich eines Kunstrasenplatzes vor. Die Verwaltung prüfe, ob sich eine solche Lösung im Vergleich zu einer Sanierung der bestehenden Plätze rechne. Außerdem müsse geklärt werden, ob und welche Eigenleistungen die Vereine gegebenenfalls einbringen können.

Bezüglich des beantragten Bolzplatzes an der ehemaligen Kläranlage soll „durch eine Schürfung geklärt werden, ob sich der Untergrund eignet, oder ob eine Drainage notwendig ist“, berichtete Klaus Stephan den Bösenseller Kommunalpolitikern.

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