Senden
Ein Fest der Sinne für Senden

Senden. Geniale Musik kann die Zeit überdauern. Und mit seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“ hat Joseph-Haydn sicherlich ein solch klassisches Werk geschaffen. Anlässlich des 200. Todestages des Komponisten im nächsten Jahr haben sich Kunstschaffende...

Montag, 08.09.2008, 19:09 Uhr

Senden. Geniale Musik kann die Zeit überdauern. Und mit seinem Oratorium „Die Jahreszeiten“ hat Joseph-Haydn sicherlich ein solch klassisches Werk geschaffen. Anlässlich des 200. Todestages des Komponisten im nächsten Jahr haben sich Kunstschaffende aus der Gemeinde ein anspruchsvolles Großprojekt vorgenommen: Gemeinsam wollen sie „Die Jahreszeiten“ durch die Verschmelzung von Musik, Tanz und bildende Kunst zu einem Fest der Sinne, einem Gesamtkunstwerk werden lassen. An der Aufführung, die für den 1. Juni 2009 ( Pfingstmontag ) in der Steverhalle vorgesehen ist, beteiligen sich Schülerinnen und Schüler des Joseph-Haydn-Gymnasiums, Mitglieder der Kunstschule Senden sowie der Kunst- und Kulturinitiative Senden (KuKIS) und der Laurentiuschor mit dem Kourion-Orchester Münster unter der gemeinsamen Leitung von Rolf Ziebolz. Gestern fiel mit einer Präsentation der offizielle Startschuss für die monatelange Vorbereitungsarbeit. „Es sind Sendener, die für Senden und darüber hinaus etwas auf die Beine stellen“, hebt Alfred Senkbeil , Vorstandsmitglied des Laurentiuschores hervor.

Der Chor interpretiert das Werk zusammen mit dem Kourion-Orchester. Gymnasiasten tanzen unter der Leitung des Choreografen und Tanzpädagogen Vinicius zu ausgesuchten Teilen der Musik. KuKIS und Kunstschule befassen sich zusammen mit einigen Gymnasiasten mit der Erstellung von Kulissen, Kostümen und Kunstwerken, die am Aufführungsort und im öffentlichen Raum in Senden ausgestellt werden. Abgerundet wird das Projekt durch weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Fotoausstellung.

Es gehe nicht allein darum, den Namenspatron des Sendener Gymnasiums zu ehren, betont Resi Ambrassat . Aus Sicht der Rektorin ist es „faszinierend, Menschen der heutigen Musik, das Werk präsent zu machen und Schüler durch neue Impulse zu begeistern. Denn schulische Bildung ist eine kulturelle Bildung“. Besonders das Medium Tanz biete den Jugendlichen eine Vielzahl von Ausdrucksmöglichkeiten. „Außerdem wollen wir deutlich machen, dass Schule ein Teil des Lebens in Senden ist“, erläutert die Rektorin.

Gemeinsam mit etwa 30 JHG-Tänzern werden voraussichtlich 100 Sängerinnen und Sänger sowie 50 Musiker das Werk aufführen. Des Weiteren wirken etwa 50 bildende Künstler und Schüler im Umfeld mit. „Wir müssen viele Disziplinen zusammenbringen. Das bringt uns in die dichte Nähe zur Arbeit eines Opernhauses“, verdeutlicht Rolf Ziebolz den aufwändigen Entstehungsprozess des Haydn-Projektes, zu dem rund 800 Besucher in der Steverhalle erwartet werden. Für Chor und Orchester sei die Aufführung angesichts der „knochentrockenen Akustik“ in der Steverhalle ein „Wagnis“, ergänzt der Chorleiter.

Gewagt und anspruchsvoll erscheint das Projekt wohl auch angesichts des mehrere zehntausend Euro umfassenden finanziellen Aufwands. Tragende Säulen sind neben Landes-Fördermitteln („Schule und Kultur“) und Eintrittsgeldern Zuwendungen von Sponsoren. Diesbezüglich hoffen die Organisatoren noch auf weitere Unterstützung. Die Gemeinde Senden stellt die Steverhalle zur Verfügung und leistet organisatorische sowie technische Hilfestellung bei der Verwirklichung des Projektes.

Ansprechpartner sind Alfred Senkbeil, 02 51/ 71 33 10 40 (tagsüber) und Resi Ambrassat, 0 25 97/53 45 (Joseph-Haydn-Gymnasium).

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