Senden
„Heimatglocken“ läuten Begegnung ein

Dienstag, 07.10.2008, 17:10 Uhr

Senden. Politische Fensterreden , wissenschaftliche Studien und Projekte drehen sich immer wieder um das Thema Integration. Swetlana Heidt hingegen hat einen ganz einfachen, menschlichen Ansatz, wenn sie über die Annäherung von russlanddeutschen und einheimischen Familien in Senden spricht: „Die Leute sollen schöne Stunden miteinander verbringen und ins Gespräch kommen“, sagt die Leiterin des Chores „ Heimatglocken “. Außerdem sollten sich die Menschen mehr auf das besinnen, was sie verbindet und weniger auf das, was sie unterscheidet. Darum hat der „Chor russlanddeutscher Frauen“ schon vor Jahren seinen Namen in „Heimatglocken“ umgewandelt – als äußeres Zeichen der Integration in der neuen Heimat.

Vor diesem Hintergrund laden die Organisatorinnen zu einem Begegnungsnachmittag am Sonntag (12. Oktober) ein. Alle interessierten russlanddeutschen und „einheimischen“ Gäste sind um 15 Uhr in der Steverhalle willkommen. Bei Kaffee und selbst gebackenen – deutschen und russischen – Kuchen wird den Besuchern ein rund zweistündiges, bunt gemischtes Programm geboten.

Die „Heimatglocken“ werden deutsche und russische Volkslieder vortragen. „Dabei möchten wir das Publikum mit einbeziehen und werden für alle, die mitsingen möchten, die Texte auslegen“, berichtet Swetlana Heidt. Im Wechsel mit dem Chor treten das Akkordeonorchester Senden, eine Kindertanzgruppe aus Dülmen sowie die Kinder-Musikgruppe von Tanja Scheck auf.

Ganz andere „Töne“ schlagen dann Mitglieder des Wushu Sportclubs Senden an. Mit ihrem Showprogramm wollen sie einen Einblick in die asiatischen Kampfkünste geben.

Der Eintritt zum Begegnungsnachmittag kostet fünf Euro. Der Reinerlös der Veranstaltung kommt einem Kinderheim in St. Petersburg zugute, das seit Jahren von Chormitgliedern unterstützt wird.

Bereits vor sieben Jahren organisierten die „Heimatglocken“ einen Begegnungsnachmittag, der unter dem Motto „Neue Wurzeln schlagen“ stand. Seinerzeit erzählten in Senden lebende Russlanddeutsche aus ihrem Leben und der Vergangenheit in den früheren GUS-Staaten. Dieses Mal soll es hingegen heiter und beschwingt in der Steverhalle zugehen.

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