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Zuflucht und Geborgenheit für Kinder

Freitag, 12.12.2008, 23:12 Uhr

-cw- Bösensell . Ehrenamtliche Arbeit ist nicht selbstverständlich. Erst recht nicht über einen Zeitraum von 15 Jahren. Hanne und Greogor Lennartz aus Bösensell gründeten im Dezember 1993 den Förderverein für die Brasilienhilfe von Padre Bene. Das Ehepaar begann in den 1990er Jahren, seinen Neffen zu unterstützen, der ein soziales Jahr in Brasilien absolvierte. Dadurch bekamen der pensionierte Bankkaufmann und seine Frau Hanne, selbst Eltern von drei Kindern, einen Einblick in die dramatische Lage der Straßenkinder Recife (Brasilien).

„Wir wollten, dass die Kinder auf Dauer ein menschenwürdiges Leben führen können“, erläutern die Ehrenamtler. Durch die Unterstützung aus Hannover, der Heimatstadt Padre Benes, und aus Bösensell, Senden und Umgebung konnten in Recife und Farvellas drei Wohnhäuser für die Straßenkinder gemietet, renoviert und eingerichtet werden. Ernährung, Kleidung, Bildung, Sport und alles andere, was zu einem „normalen“ Leben gehört, wird durch die Arbeit der Eheleute Lennartz ermöglicht und unterstützt.

Zu Anfang verkauften sie Weihnachtsgestecke, Kaffee und Kuchen, organisierten Basare und Konzerte, um Spenden für das Projekt „Vida Nova“ von Padre Bene zu sammeln. Mittlerweile haben sie diese zeitintensive Arbeit eingeschränkt und sich auf die Pflege der Spender-Freundschaften spezialisiert.

Drei Mal im Jahr erhält der Stamm der Helfer Briefe, mit einer freundlichen „Zahlungserinnerung“ und großem Dankeschön. „Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Es ist überschaubar, dass finden die meisten gut“, erklärt Hanne Lennartz ihre Arbeit. „Wir sind glücklich darüber, dass wir Padre Bene so unterstützen können“, führt sie weiter aus. „Das Engagement lohnt sich immer noch“, betont Gregor Lennartz .

Das Ehepaar denkt noch lange nicht an eine Einschränkung seines Engagements. Obgleich es Zeit beansprucht und Kosten verursacht. Denn die Verwaltungs- und Materialkosten übernimmt die große Familie Lennartz, die sowohl in Hannover als auch in Bösensell aktiv ist.

„Wir konnten schon eine ganze Menge tun, das beflügelt und motiviert uns“, erzählt Hanne Lennartz lächelnd. „Wir haben einen treuen Spender- Stamm und kennen die meisten persönlich, das bringt viel. Wir hoffen, Benedikt auch in den nächsten Jahren helfen zu können.“

Jährlich bringt es das Team um die Vorsitzende Gisela Di Pauli, die ebenfalls in Bösensell lebt, auf eine Spendensumme von rund 20 000 Euro für die Straßenkinder Brasiliens. Insgesamt sind in den 15 Jahren ehrenamtlicher Arbeit über 282 000 Euro gespendet und erarbeitet worden. Damit konnte mehr als 150 Kinder in Recife und Favellas im Alter von vier bis 16 Jahren Zuflucht und Geborgenheit gegeben werden.

Momentan arbeitet Padre Bene daran, das Wohnhaus für Straßenkinder „Mae Rainha“ herzurichten, denn „er hat es in katastrophalem Zustand übernommen“, berichteten die Eheleute Lennartz.

Sie sind auch bei der KFD und dem Caritas- Verband aktiv: „Wir sind dem Ehrenamt treu geblieben“, erinnern sie sich gern an die Anfangszeit der Brasilienhilfe zurück.

|www.padre-bene.de

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