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Musical „Buddy“: Zeitreise mit „Rock“ und Petticoat

Sonntag, 15.03.2009, 11:03 Uhr

Senden - „Die Welt hat einen furchtbaren Verlust erlitten. Aber, meine Freunde: Die Musik lebt weiter!“. Die Rock´n´Roll-Legende Buddy Holly entführte die Sendener im „Apollo-Theater“ in die spritzige Welt der 50er Jahre. Das Musical, eine Hommage an den jungen talentierten Musiker, der 1959 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, präsentierte seinen Werdegang und seine Hits.

Little Richard (Mario Mariano) startete in die zweistündige Show in der Steverhalle mit einem stimmungsgeladenen Einstieg. Sofort war das Publikum Feuer und Flamme für die Darsteller und die Musik, die sie boten. Dank stilechter Kleidung des Ensembles mit hellen Anzügen und Petticoats wirkte die Darbietung sehr authentisch. Buddy Holly (Espen Nowacki) mit seinem Markenzeichen, der schwarzen Hornbrille, wurde vom Sprecher Chris Howland über eine LED-Wand im Rücken der Bühne vorgestellt: Als 19-Jähriger gelang dem Mann aus Texas der Durchbruch. Mit seinen Wegbegleitern Richtie Valens, The Big Bopper , Little Richard, Jerry Lee Lewis und Wanda Jackson erlangte er Weltruhm. Bis heute prägt sein Stil die Musikwelt. Die Beatles und die Rolling Stones ließen sich von Buddy Holly zu einigen ihrer Hits insperieren.

Bei einer Atmosphäre wie im Wohnzimmer feierten Rock´n´Roll-Begeisterte das Musical der Aktiv Event ltd.

„Peggy Sue“ als Buddy Hollys bekanntester Song, aber auch „Oh Boy“ und „That ´ll Be The Day“ rockten live auf der Bühne. Schwarz-weiße Filmausschnitte aus den 1950er Jahren, Original-Fotos und bildliche Darstellungen der Zeit umrahmten, ebenso wie eine Bar auf der Bühne, die perfekte Zeitreise . Mit seiner Band „The Cricktes“ sang Hauptakteur Budy Holly live seine Stücke zu Kontrabass, E-Bass, Trommeln, Schlagzeug und Keyboard. Das Damen-Trio Molly, Polly und Dolly setzte durch deren Kostüme Farbakzente, so bunt wie der Song „Lollypop“.

Zwischen durch forderten Jerry Lee Lewis (Alexander Martin), Big Bopper (Dirk Lorenz) oder Wanda Jackson (Jenny Knoop), die jungen und ältere Rock´n´Roller in der Halle auf, die Hüften kreisen zu lassen zu Hits wie „La bamba“.

Nach einer mitreißenden Show, die die Zeit und ihre Menschen näher brachte, wurde es melancholisch im „Wohnzimmer Steverhalle“. Das tragische Ende Buddy Hollys und seiner Musiker Freunde Richtie Valens und The Big Bopper lag den Zuschauern schon auf dem Herzen bevor es in der Show zur Sprache kam: Beklemmende Stimmung verbreitete sich, nachdem Sprecher Chris Howland vom Absturz des Flugzeugs am 3. Februar 1959 berichtetet hatte. Hinter den nachdenklichen Zuschauern erklang „The Day The Music Died“, gesungen von Jerry Lee Lewis-Darsteller Alexander Martin.

Der Gedanke, dass Buddy Hollys Werke und Erfolge weiterleben und sein Einfluss bis heute nicht aus der Rockwelt wegzudenken ist, stimmte die Besucher wieder fröhlicher. Dank sei dem Musical, durch das das Sendener Kulturprogramm zweifelsohne bereichert wurde.

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