Senden
Indianer aus Tschernobyl auf kreativen Pfaden

Montag, 08.06.2009, 16:06 Uhr

Senden - J, a, n, a: Ganz sorgsam pinselt Jana ihren Namen in großen knallroten Lettern auf das weiße T-Shirt. Dann überlegt sie ein wenig, dreht den Kopf zur Seite, schaut kritisch auf ihr Werk. Schließlich geht es mit einem kleinen Pinsel, Ornament-Stempeln und anderen Farben entschlossen weiter. Und schon bald umranken goldene Sternchen und ein großes rotes Herz den Namenszug.

Jana ist eines von zwölf weißrussischen Kindern, die an diesem Morgen von der Kunst- und Kulturinitiative Senden (KuKIS) betreut werden. Die übrigen 14 Mädchen und Jungen, die zurzeit auf Einladung der Initiative „Den Kindern von Tscherbobyl“ in Sendener Familien leben (WN berichteten), sind am nächsten Montag an der Reihe. Die KuKIS-Mitglieder Sonja Spaltenstein und Lydia Braun zeigen den kleinen Gästen, wie man T-Shirts, Indianergürtel und Stirnbänder farblich gestaltet und dekoriert.

Für wen sie das T-Shirt gestalte, möchte Dolmetscherin Katja Beljasova von Jana wissen. Für sich selbst, entgegnet das Mädchen ein wenig schüchtern. Ganz anders ist das bei der kleinen Ira. Sie wohnt bei der Ottmarsbocholter Familie Kolbe und möchte ihrer Gastmutter mit dem selbstgestalteten T-Shirt eine Freude machen. Andere Kinder bemalen die Hemden für Freunde, Eltern oder Geschwister in der weißrussischen Heimat.

„Die Kinder sind sehr froh bei der Arbeit. Solche Beschäftigungen gibt es bei uns in Weißrussland für sie nicht. Für sie ist es schön, die selbst gemachten Geschenke mit nach Hause nehmen zu können“, berichtet die Dolmetscherin.

Es sei ganz besonders auffällig, wie „aufmerksam und gehorsam“ die Kinder bei der KuKIS mitarbeiten und wie viel Spaß ihnen das Malen, Bedrucken und Gestalten der Hemden, Gürtel und Stirnbänder bereite.

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