Senden
Klangsport Revue: Jeder Ball hat seinen Rhythmus

Donnerstag, 10.09.2009, 16:09 Uhr

Senden - Fußball, Trampolinspringen, Turnen - das ist viel mehr als „nur“ Bewegung. denn in den Ohren von Marina Sahnwaldt hat jede Disziplin ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene „Musik“: „Das Dribbeln mit dem Basketball klingt ganz anders als das Schlagen beim Badminton“, sagt die Regisseurin. Der „Takt“ beim Diskuswerfen sei der eines Walzers. Und nach dem Laufen ertöne eine wahre „Atem-Kakophonie“.

Fasziniert und inspiriert von solchen Geräuschen hat sie gemeinsam mit drei Komponisten und dem Choreografen Jan Sturmius Becker eine Klangsport Revue entwickelt. Nach der Uraufführung in Münster soll dieses bundesweit einmalige Projekt am 25. Oktober (Sonntag) auch in Senden realisiert werden. In Kooperation mit der Gemeinde und dem ASV sucht Marina Sahnwaldt dazu musikalische Sportler und sportliche Musiker aus der Stevergemeinde.

„Es geht bei diesem Projekt nicht darum, eine sportliche Leistung zu bringen. Jeder kann mitmachen“, betont Jan Sturmius Becker, der als „Sturmvater Jahn“ durch die geplante, knapp anderthalbstündige Revue leiten wird. Die Komponisten Stephan Froleyks (Perkussion), Markus Kuchenbuch (Blasinstrumente) und Kai Niggemann (Elektronik) haben jeweils einzelne Klangbausteine entwickelt, die in der Revue mit sportlich tänzerischen Elementen zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Die Sportler musizieren dabei mit ihren „Instrumenten“: mit Bällen, Gymnastikstäben, Turnmatten und der eigenen _ „atemberaubten“ - Stimme.

„Die Klangsport Revue ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis. Als Zuschauer wird man in das Geschehen einbezogen, rundherum springen, spielen, hetzen die Akteure“, berichtet Manfred Stracke, der die Aufführung in Münster selbst miterlebt hat. Für die Mitwirkenden sei die Vorbereitung auf die Revue allerdings ein „umfangreiches Unterfangen“, ergänzt der zweite Vorsitzende des ASV Senden. Wer sich einbringen möchte, müsse „Disziplin und Verantwortlichkeit“ mitbringen.

Für Günter Melchers, Leiter des Sendener Kulturamtes, hat das vom Land und vom Landessportbund geförderte Projekt eine weit reichende Dimension: „Es bietet auch für die Schulen eine große Chance. Die Lehrer bekommen eine Menge Anregungen, wie sie den Sportunterricht attraktiver und zeitgemäßer gestalten können.“

Die Klangsport Revue wird von der Landesregierung, vom Landessportbund, der Gemeinde Senden, dem ASV Senden, der Münsterland e.V. und der LAG Arbeit, Bildung, Kultur gefördert beziehungsweise getragen.

Alle interessierten musikalischen Sportler oder sportlichen Musiker ab dem 16. Lebensjahr sind eingeladen, sich zunächst an einem Schnuppertraining in der Steverhalle zu beteiligen. Vier Termine werden dazu angeboten: am 24. September (Donnerstag) von 18 bis 20 Uhr und von 20 bis 22 Uhr sowie am 25. September (Freitag) von 18 bis 20 Uhr und von 20 bis 22 Uhr.

Besondere sportliche oder musikalische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend sind der Spaß an Musik und Bewegung sowie die Lust ,mit etablierten Musikern und Künstlern zusammenzuarbeiten.

Wenn sich das Sendener Klangsportler-Team zusammengefunden hat, finden erste musikalische Proben am Ball und mit Matten statt. In der zweiten Herbstferienwoche wird ab 19. Oktober (Montag) täglich über mehrere Stunden intensiv geprobt. Die Leitung liegt in den Händen der Regisseurin Marina Sahnwaldt und des Choreografen Jan Sturmius Becker.

Gemeinsam mit Sportlern aus Münster sollen die Akteure aus Senden die Klangsport Revue schließlich am 25. Oktober (Sonntag) in der Steverhalle zur Aufführung bringen.

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