Senden
Lebenshilfe-Praktikum: Prima Klima im Wohnheim

Mittwoch, 21.04.2010, 08:04 Uhr

Senden - „Ich bin jetzt schon traurig, wenn mein Jahrespraktikum im August zu Ende geht“, bedauert Katharina Rojahn das absehbare Ende ihrer Tätigkeit im Wohnheim der Lebenshilfe Senden. Die Schülerin der Hildegardisschule in Münster absolviert im Rahmen ihres Fachabiturs im Sozialwesen ein Jahrespraktikum in der Sendener Einrichtung. „Früher hatte ich eher weniger mit Menschen mit Behinderung zu tun. Allerdings wollte ich mein Jahrespraktikum nicht, wie viele andere aus meiner Klasse, im Kindergarten machen. Und die Arbeit hier stellte sich für mich als eine Herausforderung dar.“ Die Befürchtungen, ob sie ihrer Aufgabe denn auch gewachsen sei, stellten sich bald als unbegründet heraus: „Ich bin einfach ganz unvoreingenommen hier angefangen und habe diese Herausforderung, wie ich hoffe, gut gemeistert“, was einhellige Zustimmung im Kreise ihrer Kollegen hervorruft.

„Es hat mir sehr gut bei der Lebenshilfe gefallen“, fällt dann auch das gleichlautende Fazit von Markus Spielbrink aus. Der Sendener befindet sich in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und hat bis vor wenigen Wochen sein Unterstufenpraktikum bei der Lebenshilfe absolviert. „Alles ist hier sehr gut strukturiert, und es ist auffallend und schön, wie viele junge Leute hier wohnen.“

Dabei besticht das Wohnheim durch seine vielseitige und facettenreiche Arbeit: In keiner Weise will es eine der typischen und oftmals kritisierten „Satt-und-Sauber-Einrichtungen“ darstellen, sondern vielmehr die zumeist jungen Erwachsenen in ihrer individuellen Lebensweise unterstützen und ihre Persönlichkeitsbildung fördern. Pflegerische und haushälterische Tätigkeiten fallen naturgemäß zwar auch im Wohnheim an, schaffen aber nur die Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit, die dort geleistet wird und der auch seitens der Wohnheimleitung höchste Priorität zukommt. „Alle meine Kollegen sind sehr nett hier, aber auch das Klima zwischen Bewohnern und Betreuern könnte nicht besser sein“, umreißt Spielbrink die Arbeitsatmosphäre an der Steverstraße,

Die Vorzüge der Lage des Wohnheims hebt Markus Spielbrink nochmals hervor: „ Die Voraussetzungen hier in Senden sind bestens. Das Haus ist mit seinen gerade mal zehn Jahren von der Baulichkeit äußerst praktisch gestaltet im Gegensatz zu vielen älteren Einrichtungen, deren Gebäude noch unter wesentlich ungleichen und überkommenen pädagogischen Ausrichtungen konzipiert wurden. Die Lage in der Steverstraße ist ebenso ideal. Wir sind gut angebunden an den Ortskern und, was vor allem wichtig ist: Wir stoßen auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung.“

Die Lebenshilfe stellt für Zivildienstleistende, Vorpraktikanten und Interessierte, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder ein berufsvorbereitendes soziales Jahr (BSJ) machen wollen, Plätze zur Verfügung.

Das FSJ dürfte besonders für Abiturienten interessant sein, die ihren Abiturschnitt für einen Studienplatz dadurch noch aufbessern wollen und vor dem Studium außerdem einen Blick über den eigenen Tellerrand wagen möchten.

Weil auch die Privatsphäre der Bewohner tangiert wird, sind kurzzeitige Praktika eher problematisch und weniger sinnvoll. Interessierten können sich an die Leiterin des Wohnheims, Bärbel Kreimeier, unter ' 0 25 97 / 69 69 80, wenden.

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