Senden
Kindliche Freude an Kunst leuchtete von den Wänden

Sonntag, 06.06.2010, 16:06 Uhr

Senden - Die schwüle Luft und Temperaturen um 30 Grad hielten gestern Nachmittag offenbar so manchen davon ab, ein schattiges Plätzchen zu verlassen und über den eigenen Schatten der Bequemlichkeit zu springen. Denn die Ausstellung des KuKIS-Nachwuchses „Jugend kreativ“ war (leider) deutlich weniger gut besucht als in den Vorjahren.

Dabei hätte sich ein Gang durch die Friedenskapelle gelohnt. Nicht nur, weil es in den Ausstellungsräumen angenehm kühl war, sondern weil die kindlich unbefangene Freude am Malen in vielfältiger und zumeist farbenfroher Weise von den Wänden leuchtete: Tiere, Blumen, Landschaften und Comics sind in den Aquarell-, Acryl- und Zeichenkurse der Sieben- bis 14-Jährigen entstanden. Auch die in der Trickfilmwerkstatt gedrehten Filme „Ärger im Safari-Park“ und „Die Koffer-Gang“ wurden vorgeführt.

„Wegen des zunehmenden Nachmittagsunterrichts an den Schulen haben wir leider einen Einbruch bei den Kursen für Kinder und Jugendliche zu beklagen“, bedauert Johanna Brusdeilins , Vorsitzende der Kunst- und Kulturinitiative Senden. „Wenn die Kinder um 16 Uhr aus der Schule kommen. passiert nicht mehr so viel. Früher hatten wir zehn Kurse. Heute sind es nur noch vier.“

Der künstlerischen Qualität der Ausstellung hat diese Entwicklung wohl keinen Abbruch getan. Denn so manches interessierte und begabte Kind hält der KuKIS dauerhaft die Treue und entwickelt auf diese Weise künstlerisches Verständnis und Arbeitstechniken immer weiter.

„Unsere Ausstellung Jugend kreativ soll die Kinder und Jugendlichen motivieren, sich mit Kunst zu beschäftigen, ihnen aber auch zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird“, erklärt Johanna Brusdeilins im WN-Gespräch.

Noch wichtiger dürfte für den Nachwuchs jedoch die Freude sein, Kreativität spontan auszuleben. Dafür spricht zumindest die Beteiligung an den Aktionen, die gestern auf dem Außengelände der Friedenskapelle angeboten wurden: Aus Speckstein konnten Handschmeichler geformt werden; es wurde ein Gemeinschaftsbild gemalt und ein großes „Spinnennetz“ geknüpft. Und wer wollt, durfte mit farbigen Kartons an dem Modell eines Hundertwasserhauses bauen.

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