Senden
„Armen Kindern helfen“

Dienstag, 04.01.2011, 18:01 Uhr

Ottmarsbocholt - Den Stern von Bethlehem vor Augen, mit Kamelen durch die Wüste sind sie gezogen, die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland. Ein wenig von dem Wüstensand ihrer biblischen Vorbilder wäre den Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Urban sicherlich ganz recht gewesen. Denn die 38 Mädchen und Jungen in den elf Gruppen mussten so manchen vereisten Weg bewältigen.

Gleich zwei Mal hat sich Alina Lippke (8) auf den Hosenboden gesetzt. Zum Glück ist ihr nichts passiert. Und auch keinen Zacken aus der Krone hat sie sich gebrochen - aber einen Zacken aus dem Stern. „War aber nich schlimm“, sind sich Tilo Vorspohl (9) und Nico Hartz (9) einig. Gemeinsam mit Alina feiern die drei in diesem Jahr ihre Sternsinger-Premiere. „Das gefällt uns gut. Da lernt man Leute kennen“, sagt Nico. Die meisten Menschen waren sehr nett, haben nicht nur Geld gespendet, sondern den Königen auch Süßes mit auf den Weg gegeben. Eine Gruppe freute sich über einen „riesen Tüte mit Maoam“, ein anderes Trio fand die „großen Nikoläuse“ klasse.

„Es gab auch Leute, die gar nicht wussten, was Sternsinger sind. Andere haben uns nicht aufgemacht“, berichten Eva Resing (11), Nele Vorspohl (12), Kim Eiers (12) und Sophia Sandkühler (12). Die Freundinnen sind bereits zum vierten Mal bei der Sternsinger-Aktion dabei. „Weil man damit armen Kindern helfen kann“, sagen sie. Und als erfahrene „Heilige Könige“ hatten sie etwas Spezielles dabei: ein „Kamel“ mit Kufen - einen Schlitten für Süßigkeiten. Auch die Mädchen sind überwiegend auf nette Zeitgenossen gestoßen. Was sie „blöd“ fanden: Es gab Leute, die hinter dem Fenster standen und nicht aufgemacht haben.

Als Wegzehrung diente den Sternsinger am Dienstag nicht nur Naschkram: Im Pfarrheim stärkten sich die Kinder mit Nudelauflauf und Apfelschorle. Bernhard und Elisabeth Hutters hatten die Lebensmittel gespendet. „Wir sind sehr froh, dass Gerlinde Hillmoth und Ulrike die Kinder bekocht haben“, freute sich Anne Heinrichs, die im Team mit Heike Schöllmeyer, Maria Arning und Michaela Speckmann die Sternsinger auf ihre Aufgabe vorbereitet hatte.

Die gesammelten Spenden kommen übrigens dem vom Ehepaar Gerding geförderten Mutter-Teresa-Ausbildungszentrum in Uganda zugute. Alois Gerding hatte das Projekt den Kindern im Vorfeld der Aktion vorgestellt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/143977?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F698460%2F698472%2F
Nachrichten-Ticker