Senden
Das Verborgene im Vorhandenen zeigen

Sonntag, 03.04.2011, 15:04 Uhr

Senden - „Zeitsprung“ hat der Sendener Künstler Horst Becker seine Ausstellung genannt, die gestern in der Friedenskapelle eröffnet wurde. Denn sieben Bilder stammen aus den 1980er Jahren. Die übrigen zwölf sind nach einer durch Familie und Beruf bedingten Pause in den vergangenen drei Jahren entstanden.

Der „Sprung“ zurück ins künstlerische Schaffen ist jedoch kein Bruch. Vielmehr ist Horst Becker seiner künstlerischen Linie treu geblieben - sowohl technisch als auch inhaltlich: In seinen Ölbildern spiegeln sich verschiedenste Facetten des menschlichen Seins wider.

In fast „altmeisterlicher Weise“ lasse sich Horst Becker künstlerisch auf eine „zeitlose Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ein“, erläuterte Anne Peltzer in ihrer Einführung. Dabei gehe es nicht etwa um eine fotorealistische - quasi dokumentarische - Darstellung der Wirklichkeit. „Das Verborgene im Vorhandene und das Phänomen Zeit dominieren die Bilder.“ Die Klarheit in der Aussage resultiere aus dem langen Weg von der Wahrnehmung über die intellektuelle Aufarbeitung bis zur künstlerischen Umsetzung der Situation.

Die Grüße der Gemeinde überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Rolf Schwietring . Er würdigte nicht nur die „außerordentliche hohe Qualität“ der Ausstellung, sondern auch die Verdienste der KuKIS um „Kunst und Kultur in der Gemeinde“. Gleichwohl erinnerte er an die drohenden Mittelkürzungen des Landes in Millionenhöhe. „Wir werden bei den Einsparungen auch die Vereine nicht schonen können, werden dies aber möglichst behutsam tun“, so Schwietring.

» Die Ausstellung in der Friedenskapelle am Grünen Grund ist nur noch am kommenden Wochenende (9. und 10. April) geöffnet, jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr in Kombination mit einem Kunstcafé.

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