Senden
„Qualifizierte Fachkräfte für morgen sichern“

Montag, 18.07.2011, 16:07 Uhr

Senden - Ein Betriebspraktikum kann eine im wahrsten Sinne des Wortes „dufte“ Angelegenheit werden. Das dürfte dem einen oder anderen Edith-Stein-Schüler in den Sinn gekommen sein, als der Duft von Grillwürstchen über den Pausenhof wehte. Doch am vergangenen Freitag wurde nicht nur der bei einem Betriebspraktikum gebaute Grill eingeweiht. Darüber hinaus wurde mit Unterstützung der IHK Nord Westfalen ein Kooperationsvertrag zwischen der Kreyenborg GmbH in Senden und der Edith-Stein-Schule unterzeichnet. Damit ist eine künftige kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb verbrieft und besiegelt.

Wie gut das funktionieren kann hatten die Schüler Jannik Rickermann, Robin Klinger , Thorben Thieme , Otto Schepmann und Justin Harris durch den Bau des Grills schon vorab bewiesen.

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, möglichst viele unserer Schüler in Lehrstellen verabschieden zu können. Von daher waren wir dankbar, dass uns Herr Wunsch von der IHK unterstützt hat, einen Kooperationspartner zu finden“, freute sich Schulleiter Rainer Leifken.

Aus Sicht von Barbara Rüther-Liemann, Berufswahlkoordinatorin der Hauptschule, ist die vertragliche Zusammenarbeit mit Kreyenborg ein „Meilenstein“ bei der Berufsorientierung: „Für die Jugendlichen ist es eine Chance, ihre Schwellenangst zu überwinden. Der Betrieb hat vorab die Möglichkeit, sich die Jugendlichen anzuschauen, um motivierte Auszubildende zu bekommen. Und wir sind froh, dass der Betrieb Zeit und Geld investiert und uns bei der Arbeit unterstützt“, erläuterte Rüther-Liemann. Wünschenswert sei, dass nun auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kreyenborg in die Schule kommen, um zum Beispiel über ihre Arbeit in der Schweißerei oder auch im Marketing zu berichten.

„Es ist für uns wichtig zu sehen, wie sich die Jugendlichen im Betrieb machen“, betont Ausbilder Holger Kronenberg, der die fünf Grill-Bauer der Hauptschule bei Kreyenborg betreut hat. Die Edith-Stein-Schüler hätten sich engagiert und motiviert gezeigt.

Fachbereichsleiter Klaus Gilleßen und Johannes Wunsch (IHK) gratulierten in der Hoffnung, dass sich weitere Kooperationspartner vor Ort finden. Wunsch: „Die IHK möchte, dass sich Schule und Wirtschaft annähern. In den Schulen soll das Verständnis für die Wirtschaft gefördert und die Ausbildungsreife erhöht werden. Den Betrieben geht es darum, qualifizierte Fachkräfte für morgen zu sichern.“

Die Kreyenborg Plant Technology/GmbH & Co.KG in Senden ist ein Maschinen- und Anlagenbauer für die Kunststoffindustrie und die chemische Industrie. Hergestellt werden Mischer, Silos und Infrarottrockner.

Am Standort Senden werden 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Zurzeit werden sechs junge Leute in den Berufen Industriekaufmann/-frau und Industriemechaniker, Fachrichtung Feinblechbau, ausgebildet.

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