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Starke Frauen liebevoll gewürdigt

Sonntag, 17.07.2011, 13:07 Uhr

Bösensell - Über rund 70 Besucherinnen und Besucher freute sich die Bösenseller Kulturinitiative „Aspekte“ am Samstagnachmittag in der Pfarrkirche St. Johannes. Von den „Starken Frauen im Kirchenraum“, die auf den prachtvollen Fenstern zu sehen sind, hatten sich die acht Damen der Kulturinitiative zur Ausstellung inspirieren lassen.

Diese betteten nun am Samstag Sopranistin Heike Hallaschka und Brigitte Meier-Sprinz an Laute und Chitarrone in ein Konzert mit Werken aus der Renaissancezeit ein.

Die Kirche sei 1917 nach Plänen des Mainzers Ludwig Becker fertiggestellt worden, erinnerte Helga Kraneburg . Die nahezu 100 Jahre alten Fenster habe der Architekt bewusst in Mainz malen lassen, um durch direkte Absprache die Harmonie zwischen Bauwerk und Fenster erzielen zu können.

„Die Figuren unserer Fenster bestechen durch leuchtende Farben“, machte Helga Kraneburg die Besucher aufmerksam. „Alle Altersgruppen und Gruppierungen sollten eine heilige Gestalt in den Kirchenfenstern wiederfinden, die zu ihnen passt“, wusste sie zu den Abbildungen zu berichten: die Heilige Agnes, die Heilige Cäcilia, die Mutter Anna mit ihrem Kind Maria, die Pietà sowie das größte und durch seine Ausrichtung nach Süden leuchtenste Fenster mit der Hochzeit zu Kanaan.

Liebevoll hatten die Mitglieder der Kulturinitiative die Fenster mit den „Starken Frauen“ mit Drucken des entsprechenden Fensters sowie mal mit weiteren Darstellungen der Heiligen, mal mit Rosenblättern und ein anderes Mal mit Kerzen und weißen Gladiolen geschmückt. Vor der Pietà luden sie die Besucher beim Rundgang zu den Kirchenfenstern ein, Kerzen anzuzünden und in ein Schiff mit Sand zu stecken. Unter der „Hochzeit von Kanaan“ hatten sie einen festlich geschmückten Tisch platziert, auf dem sie zum Ende der Veranstaltung Brot und Wein für die Gäste anboten.

Mit elf Stücken von Henry Purcell, Guilio Caccini, Girolamo Frescobaldi, John Dowland und Pierre d`Attaignant versetzten die Musikerinnen die verzauberten Zuhörer zwischen der Präsentation der Heiligen immer wieder akustisch in die Zeit der Renaissance.

Zwischen den Musikstücken wussten die Damen von „Akzente“ zu jedem Bild Wissenswertes über die Dargestellten zu berichten. Geschichten ihres Lebens, ihre Bedeutung für die Menschen damals und heute und auch weitere Darstellungen in der Kunst hatten sie zusammengetragen, um die „Starken Frauen“ zu würdigen.

Am Ende der gelungenen Veranstaltung konnten die Besucher Lesezeichen mit den Bildern der heiligen Frauen, wie sie auf den Fenstern der Pfarrkirche zu sehen sind, oder Armbänder zur Erinnerung mit nach Hause nehmen.

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