Senden
„Zeitgemäße Rettungswache“

Mittwoch, 28.09.2011, 16:09 Uhr

Senden - Der Bau einer neuen Rettungswache in Senden ist unbedingt vonnöten. In dieser Einschätzung stießen Josef Wolber vom Kreis Coesfeld und Michael Hofmann , Leiter des DRK-Rettungsdienstes, ins selbe Horn und vor dem Gemeindeentwicklungsausschuss auf offene Ohren. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Früher war der Rettungsdienst eine reine Männerdomäne. „Heute sind Frauen ganz selbstverständlich im Einsatz und machen einen super Job“, betonte Michael Hofmann am Donnerstagabend. Aus diesem Grund müssten getrennte Umkleide- und Sanitäreinrichtungen für Männer und Frauen geschaffen werden. Darüber hinaus seien zeitgemäße Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten sowie ausreichend Platz für die Fahrzeuge notwendig geworden, berichtete Josef Wolber. Am jetzigen Standort an der Mühlenstraße seien solche Baumaßnahmen nicht möglich, zumal auch das angrenzende Feuerwehrgerätehaus erweitert werden soll (WN berichteten).

Am geplanten Standort zwischen Dortmund-Ems-Kanal und Ottmarsbocholter Straße hingegen lasse sich all das verwirklichen, „was in einer zeitgemäßen Rettungswache benötigt wird“, erklärte Hofmann. Er wies darauf hin, dass allein in Senden jährlich rund 1000 Einsätze gefahren werden. Auch das zentrale Reservefahrzeug für den Kreis Coesfeld parke hier. Außerdem habe das DRK Senden den Wunsch geäußert, eigene Räume an der neuen Wache bauen zu wollen.

Zurzeit sei der Kreis Coesfeld bezüglich einer zusätzlichen Ampel an der Ausfahrt der neuen Wache mit dem Landesbetrieb Straßen im Gespräch, berichtete Wolber. Durch Schaltung dieser Lichtzeichenanlage können die Rettungsfahrzeuge sich sofort freie Zufahrt zur Ottmarsbocholter Straße verschaffen, ohne dass das Martinshorn eingeschaltet werden muss. Somit wird eine Lärmbelästigung der Nachbarn verhindert. Durch Kopplung der neuen Lichtzeichenanlage mit der bestehenden Ampel können die Rettungsfahrzeuge quasi auf „grüner Welle“ auf die B 235 gelangen.

„Es ist wichtig, dass die Frage der Anbindung kurzfristig gelöst wird“, betonte Bürgermeister Alfred Holz. Erst dann könnten die emissionsrechtliche Prüfung und die Aufstellung des Bebauungsplanes folgen. Josef Wolber hofft auf Baubeginn im Frühjahr 2012 und eine Fertigstellung der Wache im Herbst desselben Jahres. Erste, vorläufige Kostenschätzungen bewegten sich in einer Größenordnung von 800 000 Euro.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/207812?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F698460%2F698464%2F
Auto in Dachstuhl katapultiert
Verkehrsunfall in Nottuln: Auto in Dachstuhl katapultiert
Nachrichten-Ticker