Dank Fantasie: Spickzettel Adé !
Dank Fantasie: Spickzettel Adé !

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Auf Einladung des Fördervereins der Marienschule war Gedächtnistrainer Gregor Staub in der Steverhalle zu Gast. Er demonstrierte in einer unterhaltsamen Show, wie man sich spielerisch Termine, Namen und andere Daten merken kann.

Freitag, 27.01.2012, 13:01 Uhr

Dank Fantasie: Spickzettel Adé ! : Dank Fantasie: Spickzettel Adé !
Gedächtnistrainer Gregor Staub (l.) bezog das Publikum mit kleinen „Spielchen“ in seine unterhaltsame und lehrreiche Show mit ein. Foto: epr

Gregor Staub ist eigentlich nur nebenbei Gedächtnistrainer. Er ist vielmehr ein Entertainer, der den Leuten den Spaß vermittelt, den sie brauchen, um erfolgreich an einer Sache dran zu bleiben und sich durch kleine Erfolgserlebnisse selbst weiter zu motivieren: „Das Ego mag nur Dinge tun, die auch funktionieren“, so der Mann, der gleichzeitig „Wetten, dass...?“ moderieren und Kandidat sein könnte.

Am Donnerstagabend war Staub, einer der führenden Köpfe auf dem Gebiet des Gedächtnistrainings in Europa , in der Steverhalle. Eingeladen hatten ihn der Förderverein und die Schulpflegschaft der Mariengrundschule, für die er auch schon tagsüber aktiv war. Und zwar genauso kostenlos wie beim abendlichen Erlebnis-Vortrag. Der Eintritt von fünf Euro ging komplett an die Marienschule .

Bevor es losging stellte Staub aber klar, dass es Gedächtnis-Training heißt und nicht Gedächtnisgeschenk. „Alles, was sie sich aufschreiben, können sie sich auch merken“, sagt der 58-Jährige, der seine kompletten Termine für die nächsten drei Monate im Kopf hat.

Mit einigen Lachern wurde das Publikum in Stimmung gebracht und gleichzeitig gefordert, lernte nicht nur ratz-fatz 20 willkürliche Begriffe in der richtigen Reihenfolge auswendig, sondern auch noch die Staaten Nord- und Südamerikas , die letzten zehn amerikanischen Präsidenten, etwas Thailändisch sowie die Minister und Ministerien Deutschlands. Möglich macht dies Staubs spezielles „mega memory Gedächtnistraining“, Fantasiegeschichten mit vorher festgelegten Ablege-Plätzen im Raum und oder am eigenen Körper zu verknüpfen. Das Gehirn speichere nämlich keine Buchstaben, sondern Bilder, Töne und Gerüche: „Dort an der Tür rutscht einer aus und fällt auf den Hintern. Na, wer ist das?“ So sorgte Staub dafür, dass die Sendener nun auch den Kanzleramtsminister „Po-falla“ so schnell nicht mehr vergessen.

Fünf Wiederholungen einer Geschichte müssen mindestens sein, damit sie sich setzt. „Lernen heißt Verknüpfen können“, sagt Staub und bittet vor allem die vielen Eltern im Publikum dieses Netzwerken nicht Fernsehen und Videospielen zu überlassen. Dass Staub zum Schluss Werbung für seine käuflichen Trainingsprogramme machte, nahm keiner übel. Auch hier gelang dem wortgewandten Gedächtnistrainer eine prima Verknüpfung: „Über eine Millionen Menschen haben meine Telefonnummer. Warum ruft gerad keiner an? Weil´s funktioniert!“

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