Notruftelefon braucht selbst Hilfe
Provinzial-Versicherung spendet 2500 Euro an Trägerverbund / Beratungsangebot ohne öffentliche Mittel

Senden -

Ein Anruf als Alarmsignal – beim Notruftelefon für Kinder und Jugendliche im Kreis Coesfeld bekommt jeder Hilfe, der die Nummer wählt. Die Anlaufstelle, die von ihrer Zielgruppe rege genutzt wird, braucht aber selbst Hilfe. Denn bei der Finanzierung bewegen sich die Träger auf dünnen Eis. Einzig Spenden sorgen dafür, dass die Tragschicht nicht einbricht. Die Provinzial steuert eine Summe dazu bei, die das finanzielle Fundament vorerst stabiler macht.

Freitag, 20.01.2012, 18:01 Uhr

Notruftelefon braucht selbst Hilfe : Provinzial-Versicherung spendet 2500 Euro an Trägerverbund / Beratungsangebot ohne öffentliche Mittel
„Das ist viel Geld“: Erleichtert nehmen Ludger Althoff (v.l.) und Werner Bußmann die Provinzial-Spende von Ulrich Brüse und Naser Saleh entgegen. Foto: di

Denn: 2500 Euro übergaben Ulrich Brüse und Naser Saleh von der Provinzial-Geschäftsstelle in Senden jetzt an Werner Bußmann , Vorsitzender von roterkeil.net Senden, und Ludger Althoff , Geschäftsführer und Vorsitzender der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Billerbeck (KJFH). Sie bilden seit April 2010 gemeinsam mit dem Havixbecker Modell e.V. als drittem Partner den Trägerverbund des Notruftelefons .

Dessen Nummer (0800 / 421 11 11) wird im Schnitt acht Mal pro Tag eingetippt. Nicht immer sind es ernst gemeinte Anliegen, räumen Althoff und Bußmann ein.

Die Anrufer treffen aber immer auf jemanden, der Zeit und eine Qualifikation mitbringt. Ein vierköpfiges Sozialpädagogen-Team (drei Frauen, ein Mann) teilt sich die Dienste auf.

Es ist an jedem Tag im Jahr von 16 bis 19 Uhr erreichbar. Für ihren Einsatz erhalten die Pädagogen lediglich eine Aufwandsentschädigung. „Da ist viel Idealismus dabei“, unterstreichen Althoff und Bußmann.

Dauerhafte Kontakte zu den jungen Klienten entstehen nicht. Aber die Beratung gibt Mut zurück oder leitet an andere Einrichtungen weiter, die bei den jeweiligen Themen kompetent sind.

Häufige Gründe, weshalb ein Notruf gesendet wird, sind Mobbing in der Schule, Bedrohung, Gewalt sowie Missbrauch auch in der Familie und Stress in Beziehungen.

Öffentliche Mittel bekommt der Trägerverbund nicht, deshalb danken Althoff und Bußmann für die Spende der Provinzial-Versicherung. Aber: „Wir brauchen immer Auffrischung“, appellieren sie zugleich.

► Spendenkonto des roterkeil Senden e.V.: Kontonummer 35234079, Sparkasse Westmünsterland, BLZ 401545 30.

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