Stimmgewaltige Entertainer
Familien-Sängerfest des MGV Cäcilia offenbart vielseitige Qualitäten / Ehrung

Bösensell -

„In Baisensell, in Baisensell, do knapps de Lüs un frieät dat Fell. Wir singen zur Belustigung, denken nicht an Beleidigung“, sangen Helmut Gerweler, Heinrich Lagocki und Manfred Runte, die drei größten „Pfeifen“ der MGV-Orgel beim Familien-Sängerfest unter tosendem Beifall.

Sonntag, 22.01.2012, 14:01 Uhr

Stimmgewaltige Entertainer : Familien-Sängerfest des MGV Cäcilia offenbart vielseitige Qualitäten / Ehrung
Die Bösenseller Sänger waren wiederholt im Einsatz. Bei ihrem Fest vollzug sich auch der Dirigentenwechsel. Foto: dk

Überhaupt – die vielen Gäste im Saal Temme, darunter vor allem die „Passiven“ und Sänger-Frauen, erlebten am Freitag ein herrlich bunt gemischtes Programm, das die Cäcilianer in langer Probenarbeit für sie vorbereitet hatten.

Mit der Begrüßung der Gäste – und hier besonders Schwester Norbertis, Sendens stellvertretenden Bürgermeister Alfons Hues, Pfarrer Klemens Schneider und den 1. Vorsitzenden des Chorverbandes Westmünsterland , Ralf Pascher , durch den Bösenseller Sänger-Vorsitzenden Günter Kolöchter endete der „Kaffee- und Kuchen-Teil“ des Tages.

Das heißt: Jetzt wurde gesungen. Ein letztes Mal griff Chorleiter Patrick Kampf zum Taktstock und führte die „Blauröcke“ zu den Ohrwürmern sängerlicher Evergreens. Denn nach „Loreley“, „Untreue“ und „Weinland“ gab der junge Dirigent (er geht zur Musikhochschule in Köln) seine Stimmgabel an Dirk Schwabeland ab. Und dieser – ebenfalls noch junge Musiker - stellte sein Können und die Stimmgewalt des Chores mit Liedern von Schubert bis Kerner vor.

Die Leute im Saal waren begeistert, die beiden Dirigenten zufrieden.

Dann aber schob Ralf Pascher Kolöchter selbst in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für dessen Verdienste um den Chorgesang während 30-jähriger Vorstandsarbeit überreichte Pascher ihm die Ehren-Urkunde und Verdienstmedaille des Chorverbandes.

Damit ging auch der zweite Akt des Sänger-Festspiels bei Temme zu Ende. Denn auf der Bühne im Saal wurde die Tombola enthüllt.

Jetzt fehlte nur noch ein „Humahumbatätärä“, weil die Veranstaltung nahtlos in den Karneval hinüber glitt. Norbert Plenter und Wolfram Langer präsentierten sich als tolldreistes Komödianten-Duo. So stand zum Beispiel die Ehefrau des einen wegen Ladendiebstahls einer Büchse Pfirsiche vor Gericht. Und da dem Richter die Beute zu gering erschien, wollte er die Diebin wegen des Doseninhalts, nämlich wegen sechs Pfirsichhälften, zu sechs Tagen Haft verdonnern. Worauf der verschmitzte Ehemann rief: „Die hat auch noch ‚ne Büchse Erbsen geklaut . . .!“

Schließlich – bevor die Tanzfläche freigegeben wurde – persiflierten die eingangs erwähnten „Orgelpfeifen“ das Bösenseller Jahr. Und schlossen: „Wenn Du mal gehst von dieser Welt. Am Friedhof neu ein Urnenfeld. Nur Seebestattung darf nicht sein. Der Dorfteich ist da viel zu klein.“

Für das „flüssige“ Drehmoment der Orgel sorgte im übrigen König Bernhard Gövert mit seiner Drei-Wege-Betankungsanlage. Da tobte der Saal nun endgültig.

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