Junger Autor legt Epos vor
Eine eigene Welt aus Tinte und Papier

Senden -

Bastien Anderie-Meyer ist erst 22 Jahre alt und hat schon einen Roman veröffentlicht. Das Werk bringt es auf 754 Seiten, darin stecken zehn Jahre Arbeit.

Dienstag, 03.04.2012, 10:04 Uhr

Gigantische 754 Seiten umfasst sie: Die Legende von Marana . „Aufbruch“, verheißungsvoll klingt dieses Wort. Zezaya, der junge Protagonist, ist gerade einmal 13 Jahre alt, als er sich aufmacht, um das Geheimnis seiner Herkunft zu lösen. Auf seinem Weg muss er erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass nicht alle Menschen reinen Herzens sind . . . Das mächtige Werk stammt aus der Feder von Bastien Anderie-Meyer, der in Senden aufgewachsen ist. Jetzt stellte der 22-Jährige es auf der Leipziger Buchmesse erstmals der Öffentlichkeit vor.

Die Legende von Marana ist nicht nur ein Mammutprojekt, sie ist für den Autor auch ein kleines Lebenswerk, an dem er schon seit zehn Jahren unermüdlich arbeitet, lautet die Verlagsmitteilung. „Mit zwölf Jahren begann ich mit dem Ausarbeiten einer Geschichte, aus der dann im Laufe von Jahren `Die Legende von Marana` entstehen sollte. Anfänglich war Zezayas Abenteuer dazu angelegt, ein Comic oder Manga zu werden.“ Dass Anderie-Meyer schon damals mit ganzem Herzblut bei der Sache war, zeigt sich daran, dass er jeden Tag nutzte, um zu zeichnen. „Dabei entwarf ich immer komplexere Welten und Charaktere und erweiterte die Geschichte stetig. Irgendwann realisierte ich, dass die Legende dabei ein solches Ausmaß angenommen hatte, dass es mir nicht mehr möglich sein würde, sie in ihrer Vielschichtigkeit in Form von Zeichnungen zu vermitteln.“

Hier war der Punkt erreicht, an dem Marana in eine Welt aus Tinte und Papier eintauchte. Anderie-Meyer war nun 16 Jahre alt und setzte seinen Weg mit ebensolcher Leidenschaft fort, wie er begonnen hatte. „Neben der Schule arbeitete ich täglich an dem so umfangreichen Werk, bis es mit 19 schließlich vollendet war. Die letzten Korrekturen machte ich auf meiner dem Abitur folgenden, einjährigen Reise durch Australien und Japan.“

Aber hier endet die Legende noch lange nicht. Im Gegenteil! Lediglich ihr erster Teil war niedergeschrieben. Für so ein immenses Werk braucht man einen Plan. Das bemerkte auch Anderie-Meyer recht schnell. „Die Geschichte hatte gerade erst begonnen und sollte in den folgenden Bänden noch komplexer werden. Es war also von ungemeiner Wichtigkeit, alle Grundbausteine für den Fortgang der Legende und auch für das Ende der Serie bereits im ersten Buch zu legen, und sei es nur durch unscheinbare Informationen. Der Prozess von Planen und Schreiben stand in einem ständigen Wechselspiel.“

Oberste Priorität war für den Nachwuchsautor, in seinem Buch keine Klischees aufzuwärmen, sondern der Leserschaft etwas Einzigartiges zu bieten. Darum sei es auch weniger fremde Literatur, die er als Quelle der Inspiration nutzt, als seine eigenen Erfahrungen und Geschichten, beteuert Anderie-Meyer.

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