Edith-Stein-Schüler profitieren von Netzwerken
Senkrechtstart in die Berufswelt

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Viele der Edith-Stein-Schüler, die am 29. Juni ihre Schulentlassung feiern, haben schon einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Dabei geholfen hat das intensive Netzwerken der Sendener Hauptschule.

Freitag, 11.05.2012, 15:05 Uhr

Otto , Jannik, Hagen und Justin sitzen locker und entspannt auf ihren Stühlen. Nicht nur, weil sie am 29. Juni ihre Abschlusszeugnisse der Edith-Stein-Hauptschule erhalten, sondern weil sie sofort im Anschluss ihre Ausbildungsverträge bei Sendener Firmen in der Tasche haben: Otto Schepmann und Justin Harris beginnen bei Kreyenborg eine Lehre als Industriemechaniker. Die anderen beiden starten bei Mönninghoff ins Berufsleben: Jannik Schufen möchte Verfahrensmechaniker werden, Hagen Schufen erlernt den Beruf des Betonfertigteilbauers.

„Die Kooperation zwischen Schule, den örtlichen Betrieben und der Industrie- und Handelskammer lohnt sich für alles Seiten und macht sich besonders für unsere Schüler bezahlt“, betont Cornelia Korfmacher, Leiterin des schuleigenen Berufsorientierungsbüros (Bob). Denn Basis für die Lehrverträge war jeweils ein zehnwöchiges Betriebspraktikum beim Kooperationspartner Kreyenborg beziehungsweise Mönninghoff, das dem gegenseitigen „Beschnuppern“ diente.

Bei Kreyenborg bauten fünf Schüler einen großen Edelstahlgrill, der beim Schulfest 2011 eingeweiht wurde. „Wir haben überlegt, welches Material wir brauchen und wie viel. Dann haben wir Bleche geschnitten und gekantet, Löcher gebohrt und geschweißt“, berichtet Justin. „Jeder in der Firma hat uns geholfen“, betont Otto Schepmann.

Fünf andere Jugendliche haben für die Edith-Stein-Schule bei Mönninghoff soeben einen Beton-Kicker-Tisch gebaut. „Wir haben gestaunt, was man alles aus Betonfertigteilen bauen kann und wie vielseitig die Arbeit ist“, berichten Hagen und Jannik.

„Ich war überrascht, dass ich einen Ausbildungsplatz bekommen habe als 10A-Schüler“, sagt Justin. „Das liegt daran“, greift Cornelia Korfmacher den Gedanken auf, „dass sich Justin durch persönlichen Einsatz, Zuverlässigkeit und Lernbereitschaft selbst die Tür geöffnet hat.“ Das bestätigt Otto: „Man kann schlechte Noten ausgleichen, wenn man sich beim Praktikum von seiner guten Seite zeigt. Man sollte sich frühzeitig nach einem Praktikum umsehen und Mut haben, Sachen auszuprobieren, dabei hat uns Frau Korfmacher sehr unterstützt.“

Doch nicht nur für die Schüler zahlen sich die von der IHK vermittelten Kooperationen mit Kreyenborg und Mönninghoff aus: Die Ausbilder können sich in den zehnwöchigen Praktika ein viel umfassenderes Bild von Eignung und Begabung der Jugendlichen machen als dies auf Grund der „Papierform“ und eines Bewerbungsgespräches möglich wäre, betont Cornelia Korfmacher.

Seit Jahren bemüht sich die Edith-Stein-Hauptschule, möglichst viele Schülerinnen und Schüler durch Berufsorientierungs- und -qualifizierungsmaßnahmen in Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Wesentliche Initiativen waren die über die IHK vermittelten Kooperationspartnerschaften, die Einrichtung eines schuleigenen Berufsorientierungsbüros und die Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen.

„Es ist uns gelungen 25 unserer 42 diesjährigen Entlassschüler in Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. 14 sind in Sendener Betrieben untergekommen“, freut sich Cornelia Korfmacher über eine überdurchschnittlich hohe Vermittlungsquote von fast 60 Prozent.

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