Investor stellt Pläne vor
Wohnen auf dem Bolzplatz

Senden -

Das Areal ist groß und liegt nah am Ortskern: 20 Häuser für Menschen ab 50 Jahren möchte ein Investor auf dem Sportplatz an der Holtruper Straße errichten. Die Politik hat sich noch nicht dazu geäußert.

Freitag, 21.09.2012, 19:09 Uhr

Die Pläne liegen schon einige Monate in der Schublade. Dass der Investor sie nun für die WN herauszieht, hat seine Ursache in der Frage einer Mandatsträgerin im Gemeindeentwicklungsausschuss. Die Bemerkung der Ratsfrau zielte auf einen Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung (WN, 20. September: „ Bolzplatz weckt Begehrlichkeiten“) und gab damit Absichten preis, die nun konkret vorgestellt werden sollen. Wobei gilt: Die Politik hat über die Vision für den ehemaligen Sportplatz noch nicht befunden.

Christian Bücker , Chef der CB-Immoconsult, kennt die Fläche seit Kindertagen – und auch die meisten Anwohner. Mit ihnen hat er Kontakt, aber über seine Absichten bisher nicht konkreter gesprochen. Um Politiker nicht zu verprellen. Jetzt, wo der Ball jedoch im Spiel ist, schießt der Unternehmer auch. Bücker legt seine Pläne auf den Tisch: Er hat mit zwei ortsansässigen Architekten ein Konzept für eine Wohnanlage für Menschen im Alter von 50plus entwickelt.

Sie ist energetisch auf dem neusten Stand, eine Selbstverständlichkeit, wie Bücker betont. Ungewöhnlicher dürfte sein, dass er „seinem“ Quartier eine Kombination von Individualität und Gemeinschaft verpasst hat. Einheitlichkeit mit Variationen prägt die Architektur der einzelnen Häuser, die sich in Zweier-, Dreier- und Vierergruppen auf dem Areal verteilen. Dessen Mittelpunkt möchte Gemeinsinn und Begegnung fördern – ein Forum in der Größe von zwei Bauplätzen bleibt frei.

Dort sollen Bewohner und Gäste sich treffen, Kunst aus Senden installiert werden und eine Sportart gepflegt werden, die zurzeit schon auf dem Bolzplatz eine Heimat hat: Boule. Für das Kugel-Spiel soll eine regelgerechte Bahn erstellt werden.

Die 20 Häuser, die Christian Bücker bauen lassen möchte, sollen eine Angebotslücke auf dem Immobilienmarkt füllen: Für ältere Menschen, die sich kleiner setzen, aber ihr Umfeld nicht verlassen möchten. Die Bungalows bietet 115 Quadratmeter ebenerdige und barrierefreie Wohnfläche. Eine Aufstockung für Gäste, Kinder oder Pflegekräfte ist möglich. Die Außenanlagen sollen von einem Landschaftsarchitekten erstellt und von Profis gepflegt werden. Der Investor ist sich sicher: „Das ist eine Aufwertung der bisherigen Brachfläche, die die Bedürfnisse vieler Sendener aufgreift.“

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