Ausstellung in KuKiS-Friedenskapelle
Perfekte Technik und Tiefgang

Senden -

Die Bilder sind eindrucksvoll – nicht allein wegen der raffinierten Technik. Jakob Kopp stellt in der Friedenskapelle der KuKiS Motive mit Tiefgang aus, die sich allerdings mitunter erst dann voll erschließen, wenn der Künstler sie erläutert.

Dienstag, 05.03.2013, 09:03 Uhr

In der Friedenskapelle sind die Arbeiten von Jakob Kopp (3.v.l.) zu sehen. Bei der Vernissage erläutert er seine Motive Hans Bendig (l.), Iris Weintz und Alfons Hues (r.).
In der Friedenskapelle sind die Arbeiten von Jakob Kopp (3.v.l.) zu sehen. Bei der Vernissage erläutert er seine Motive Hans Bendig (l.), Iris Weintz und Alfons Hues (r.). Foto: dk

Die Acrylbilder, die seit Sonntag in der Friedenskapelle der KuKiS zu sehen sind, folgen nicht häufig wiederkehrenden Motiv-Mustern. Jakob Kopp ist ein besonderer Künstler. Denn jedes seiner insgesamt 15 Bilder, die der Ingenieur aus Münster in den Räumen der Kunst- und Kulturinitiative Senden der Öffentlichkeit zugängig macht, zeugt nicht nur von einer Technik, sondern beinhaltet Tiefgang . Dabei gilt: Die Botschaft, die sich dahinter verbirgt, ist besser zu verstehen nach einem Gespräch mit dem Maler.

Denn danach fällt es leichter, in die filigrane Schönheit dieser Bilder einzutauchen. Wobei gerade die Farben den Betrachter an die beklemmende Einsamkeit großer leerer Landschaften erinnern. An Stunden in der Wüste, der Tundra oder auf dem Ozean. Bei Kopp war es die unendliche Weite seiner sibirischen Heimat – die erlebte Einsamkeit, die der Maler jetzt auf seinen Bildern andeutet. Die er gleichzeitig mit liebevollen Details kompensiert: Mit winzig kleinen Ameisen, durchschimmernden feinen Schmetterlings-Flügeln, kleinen Federn oder feinsten Blütenständen.

Jakob Kopp lächelt auf seine angenehm bescheidene Art, wenn man ihn darauf anspricht. Doch macht er keinen Hehl daraus, dass er für manches seiner Bilder – trotz aller Fertigkeit und Ideen – viele Tage gebraucht hat.

Aus der Distanz gesehen, glaubt man fotorealistische Ansätze früher Dali-Darstellungen zu erkennen. Erst dicht davor, wobei jedes einzelne Haar herausragt, übermannt den Betrachter die Hochachtung vor den gestalterischen Fähigkeiten dieses Malers.

Zur Eröffnung, in Anwesenheit vieler Kunstfreunde, darunter auch Sendens stellvertretender Bürgermeister Alfons Hues , würdigte KuKiS-Vorsitzende Iris Weintz die Schaffenskraft von Jakob Kopp. Und auch Martina Meyer-Heil betonte: „Jakob Kopp war mein Schüler“. Sie sprach anerkennend von der „Tiefen-Deutung“ seiner Werke.

Eindrucksvolle Ausstellung in Friedenskapelle

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