40-jähriges im Gasthaus Scharlau gefeiert
„Frisch auf“ hat Kegelgeschichte geschrieben

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Die Theke im Gasthaus Scharlau schreibt Geschichte. Ein paar silberne Pokale, zwei, drei bunte Tischfähnchen in Plastik eingeschweißt, haben schon viele Jahrzehnte überlebt. „Frisch auf“ steht auf einem der Wimpel. „Frisch auf“, das ist der Name eines Kegelklubs.

Sonntag, 07.04.2013, 17:04 Uhr

„Frisch auF“ kegelt heute nicht mehr, sondern genießt im Gasthaus Scharlau beim Stammtisch ein frisches Pils.
„Frisch auF“ kegelt heute nicht mehr, sondern genießt im Gasthaus Scharlau beim Stammtisch ein frisches Pils. Foto: Dieter Klein

Die Theke im Gasthaus Scharlau schreibt Geschichte. Ein paar silberne Pokale , zwei, drei bunte Tischfähnchen in Plastik eingeschweißt, haben schon viele Jahrzehnte überlebt. „Frisch auf“ steht auf einem der Wimpel. „Frisch auf“, das ist der Name eines Kegelklubs. Von den Männern, die diesem Klub einst angehört haben, fehlen an diesem Abend die meisten. „Tot, schon lange tot, oder krank“, entschuldigt Erich Heeren , „Frisch auf“- Chef seit 15 Jahren die arg geschrumpfte, einst so siegreiche Keglertruppe. „16 Mal haben wir den Dorfmeister gemacht. 14 Mal den Vize meist gegen die vom Klub „Et rappelt“.

Übrig geblieben sind Helmut Andres , Günter Kalms, Stanislaus Seipelt, Hossein Seyfin, Werner Homann, Heinz Pohlmann, Richard Matte und Josef Uhlenbrock und Erich Heeren.

Kegeln ist nicht mehr. „Nach 57 Jahren haben wir aufgehört“, erklärt der Baas weiter. „Aber Freunde sind wir geblieben - ein Stammtisch, der nun alle 14 Tage im Gasthaus Scharlau zusammen kommt, um zu klönen, um Erinnerungen aufzufrischen.

„Weist du noch damals, bei der Kegeltour nach Mallorca ….“. „Bei welcher Tour?“ da waren wir doch mehrmals.“ „Stimmt“, lacht die Runde. „57 Jahre Kegelklub das waren auch 57 Kegeltouren. Wohin? „Na, da hin, wo alle Klubs schon mal gewesen sind: Reeperbahn, Rüdesheim, nach Köln, an die Mosel oder nur nach Hönningen.“ „Jau, die Tour werde ich auch nicht vergessen“, lacht ein anderer. Jemand aus der Runde bestellt eine Runde Pils und „Hörner-Whiskey“. Wirtin Carmen Döbbers eilt. Sie mag die kernige Truppe, deren Ehefrauen im Übrigen selbst 35 lange Jahre zu den treuen Scharlau-Kegelklubs zählten. Sie nannten sich die „Wasserperlen“, wegen ihrer Vorliebe für Mineralwasser und Korn. Auch sie sind längst zu einem Stammtisch zusammen geschmolzen. „Aber immer noch Freundinnen geblieben.“

„Gegründet haben wir uns am 9 Januar 1957 bei ‚Hanses zur Brücke‘. Später – vor 40 Jahren - wechselten wir hierher. Da war Scharlau noch so nobel, da durfte man mit Jeans erst gar nicht rein…..“

Eine neue Runde Pils läuft ein. „Komm‘, drink doch ene met!“

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