275 Jahre Bredenbeck-Wierling
Traditionsvereine leben Frohsinn und Hilfsbereitschaft

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275 Jahre besteht die Schützenbruderschaft Bredenbeck-Wierling. Zum Jubiläum wünschte der Verein sich gutes Wetter, dann sollte die Feier schon gelingen - sie gelang.

Sonntag, 02.06.2013, 17:06 Uhr

Ob es der gleiche Stern war, der schon 1882 über dem Schützenfest geleuchtet hat und dem die damalige Majestät ihre Gravur auf der Königsplakette widmete, lässt sich nicht mehr eindeutig zurückverfolgen. Fest steht aber: Der von Josef Uhlenbrock bei dessen „goldener“ Ehrung am Fronleichnamstag geäußerte Wunsch, dass das Jubiläumsfest unter solch einem guten Stern stehen möge, wurde Wirklichkeit. Die ersten vier Festtage waren eine eindrucksvolle Demonstration nachbarschaftlichen Zusammenhalts. Die Weichen für diesen wunderbaren Verlauf hatte das Festkomitee gestellt mit dem mit großer Umsicht waltenden Vorsitzenden Josef Winkelheide an der Spitze. Und dazu hatte es auch gehört, „die Katzen richtig zu füttern“, wie es Winkelheide beim Kaiserball am Freitagabend in amüsanter Weise formulierte, damit das Wetter passe.

Und das tat es dann ja auch nicht. Während Bayern am Wochenende in unglaublichen Regenmassen versank, wurde hier das gesamte Programm ganz nach Plan abgewickelt. Sieht man einmal davon ab, dass Josef Winkelheide am Freitag vor dem Großen Zapfenstreich – damit wurde das „alte“ Kaiserpaar Walter Nosthoff und Karin Hundrup verabschiedet – von einer kräftigen Windböe seiner Kopfbedeckung beraubt wurde. So manchen der 600 erschienenen Schützenbrüder ereilte später das gleiche Schicksal: Auch sie mussten ihre davonfliegenden Hüte wieder „einfangen“.

►  „275 Jahre Einigkeit, Freude, Frohsinn und Hilfsbereitschaft zu leben – und das mit fast vier Generationen gleichzeitig, ist heutzutage eher selten geworden und nur noch in Traditionsvereinen unter Nachbarn und Freunden möglich“. Damit brachte Josef Winkelheide beim Festakt am Sonntagmittag auf der Festwiese den gesellschaftlichen Wert von Schützenvereinen auf den Punkt. Und Gemeinschaft zu leben, das beinhalte hier auch den gewissenhaften und verantwortungsbewussten Schießsport.

► Des Weiteren bediente sich der Vorsitzende dreier zukunftsorientierter Aussagen von Henry Ford : Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg, und Zusammenbleiben ist ein Fortschritt. Winkelheide ergänzte dieses Zitat um eine vierte These: „Und Zusammenfeiern ist ein Genuss“. Damit sei alles über den sozialen Nutzen einer Bruderschaft gesagt.

► Stellvertretend für alle zehn benachbarten Schützenvereine gratulierte Jörg Pohlmann, Vorsitzender von St. Johanni Senden: „Mitglied in einem Schützenverein zu sein, das heißt, gute Freunde und Kameraden zu haben“. Und nur weil dieses „altersunabhängige Füreinander“ immer im Vordergrund gestanden habe, hätten die Vereine überlebt.

► Bürgermeister Alfred Holz lenkte den Blick auf die Menschen, die sich oft im Hintergrund für die Schützenvereine engagieren. Wie viele Personen sich in Bredenbeck-Wierling für ihren Verein ins Zeug legten, das habe die lange Liste von Ehrungen am Fronleichnamstag eindrucksvoll gezeigt. „Solchen Aktiven ist es zu verdanken, wenn ein Schützenverein noch nach 275 Jahren so prächtig blüht wie das hier der Fall ist“.

► Gerade vor diesem Hintergrund war es dem Vorsitzenden Josef Winkelheide ein große Freude, am Sonntag beim Frühschoppen weiteren unersetzlichen Helfern seinen Dank auszusprechen: Reinhard Schulze Beckendorf, Elisabeth Spliethofe und den „Hausherren“ Josef und Ursula Schulze Mönking.

► Wie wichtig Worte des Dankes und der Anerkennung, von Lob und Wertschätzung sind, das hatte Pfarrer Klemens Schneider im Gottesdienst herausgestellt: „Das sind Worte, die tun einfach gut“.

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