Beginn der Kunst-Kurse verschoben
Domizil der KuKIS wird auf Stand gebracht

Senden -

Rund 45 Prozent der Energiekosten soll die rund 100 000 Euro teure Sanierung der Friedenskapelle einsparen. Da die Arbeiten umfangreich und langwierig sind hat die KuKIS den Start des neuen Programms verschoben.

Freitag, 26.07.2013, 17:07 Uhr

„Ist das Kunst, oder kann das weg“, fragt sich mancher ketzerisch beim Betrachten moderner Installationen. Ganz eindeutig fällt die Antwort bezüglich der „Objekte“ hinter der Friedenskapelle aus: Die mit schwarzen Säcken und Hölzern gefüllten Container am Domizil der Kunst- und Kulturinitiative Senden (KuKIS) können tatsächlich weg. Sie sind kein zum Nachdenken inspirierendes Kunstwerk, sondern beinhalten Bauschutt, der bei der laufenden, rund 100 000 Euro teuren Sanierung angefallen ist.

„Wir bringen in erster Linie die Wärmedämmung des Gebäudes auf Stand“, erklärt der Architekt Markus Stutenkemper . Dazu werde das Dach komplett neu isoliert. Ferner werden eine Außendämmung, neue Fenster und Türen installiert. Schließlich soll der Parkett-Fußboden im Erdgeschoss erneuert, im Veranstaltungsraum eine Akustikdecke eingezogen werden. Darüber hinaus wird ein zweites WC eingebaut. „Die Arbeiten sind umfangreich. Wir hoffen aber, bis zum Ende der Sommerferien fertig zu werden“, sagt Stutenkemper.

„Um zeitlich genug Luft zu lassen, haben wir vorsorglich den Beginn unseres Halbjahresprogramms um zwei Wochen auf den 19./20. September verschoben“, berichtet Iris Weintz . Rund 500 Mitglieder und viele weitere Interessierte nutzen nach den Worten der KuKIS-Vorsitzenden übers Jahr gesehen das Kursangebot. „Im Winter konnten wir die Heizung nicht ruhigen Gewissens aufdrehen, weil wir wussten, dass ein großer Teil der Energie verpufft.“

Auch die Akustikdecke und der Einbau eines zweiten WC sind kein Luxus. Denn: „Bei Konzerten, Theatervorstellungen und Vorträgen haben wir bis zu 80 Besucher“, sagt Iris Weintz.

Nach Auskunft der Verwaltung können durch die Wärmedämmung rund 45 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Da die Gemeinde die Sanierung finanziert, trägt die KuKIS die Betriebskosten des Gebäude künftig alleine. Bisher teilten sich Gemeinde und Initiative diese Aufwendungen jeweils zur Hälfte.

Die Friedenskapelle am „Grünen Grund“ war das erste eigene Gotteshaus der evangelischen Christen in Senden. Es wurde mit viel Eigenleistung erbaut und am 1. Advent des Jahres 1955 feierlich eingeweiht.

Mit der Einsegnung des evangelischen Gemeindezentrums mit Friedenskirche an der Steverstraße verlor die Friedenskapelle ihre Bedeutung.

Im Januar 1993 stellte die Gemeinde das Gebäude der Kunst- und Kulturinitiative Senden (KuKIS) zur Verfügung.

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