Planung für Bahnhof Bösensell in Auftrag gegeben
Zug für Ausbau rollt langsam an

Bösensell -

Der Zweckverband Münsterland (ZVM) hat Planungskosten für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Bösensell bewilligt. Ein mit der Bahn abgestimmtes Konzept soll bis zum Jahresende vorliegen.

Donnerstag, 29.08.2013, 18:08 Uhr

Der Bahnhof in Bösensell ist kein optisches Schmuckstück und auch technisch nicht gerade auf dem neusten Stand. Doch der Zug für Verbesserungen ist nicht abgefahren, sondern hat auf seiner gemächlichen Reise durch die Zeit nun eine erste Station erreicht. „Der Zweckverband Münsterland , ZVM, fördert die Planungskosten von 25 000 Euro für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs mit 20 600 Euro“, berichtet Bürgermeister Alfred Holz . Der Restbetrag von 4400 Euro werde von der Gemeinde finanziert. Der Auftrag sei in Übereinkunft mit der Bahn bereits an das Ingenieurbüro W+B aus Münster vergeben worden. „Wir hoffen, dass eine abgestimmte Planung bis zum Jahresende vorliegt“, sagt Alfred Holz.

Damit ist der Startschuss für den barrierefreien Ausbau noch nicht gefallen. Aber: „Mit fertigen Plänen in der Schublade haben wir eine gute Perspektive. Es kann sofort durchgestartet werden, sobald Fördermittel zur Verfügung stehen“, erklärt der Bürgermeister. Denn es geschehe immer wieder, dass bereits bewilligte Gelder für Projekte nicht abgerufen werden und dann zum Ende eines Jahres kurzfristig für andere Vorhaben zur Verfügung gestellt werden.

Ein wesentlicher Fortschritt für den Bahnhof sei die Anhebung des Bahnsteigs. Derzeit ragt er 38 Zentimeter über das Schienen-Niveau hinaus. Für einen barrierefreien Einstieg sei jedoch eine Höhe von 76 Zentimetern erforderlich. Ebenso würden vom Ingenieurbüro Verbesserungsmöglichkeiten für die Beleuchtung und diverse andere Erfordernisse geprüft – zum Beispiel das Abflachen der Rampen.

Parallel zu diesen Baumaßnahmen, die in die Hoheit der Bahn fallen, werde auch die Gemeinde „weitere Optimierungen für den Bahnhof prüfen“, verspricht der Bürgermeister. Im Wesentlich gehe es um die „Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Fahrrad-Abstellplatzes“. Um ein in sich stimmiges Konzept zu erhalten, „machte es Sinn, für die gesamte Planung ein und dasselbe Büro zu beauftragen“, sagt Alfred Holz.

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