Laienspielschar unterstützt Einsatz für Sternenfeld
Ort für Trauer und Trost

Senden/Bösensell -

Das Sternenfeld auf dem Waldfriedhof ist für Eltern von stillgeborenen Kindern ein Ort an dem sie trauern können, Trost und Hoffnung finden. Dieser geschützte Rückzugsbereich wird von Ehrenamtlichen des Hospizkreises Senden gepflegt.

Dienstag, 29.10.2013, 15:50 Uhr aktualisiert: 30.10.2013, 15:28 Uhr

Kleine Steine, Spielzeug, Blumen und Kerzen wurden in den Fächern des Sandsteinblocks behutsam abgelegt. Denn jeder einzelne dieser einfachen Gegenstände birgt eine besondere Erinnerung an ein Kind in sich – an ein Kind, das nie das Licht der Welt erblickt hat.

Das Sternenfeld auf dem Sendener Waldfriedhof ist ein geschützter Rückzugsbereich für Eltern von stillgeborenen Kindern, ein Ort an dem sie trauern können, Trost und Hoffnung finden sollen. Am 29. Juni 2012 wurde die Beisetzungsstätte feierlich eingeweiht. Seither werden die Grünanlagen und die durch Spenden finanzierte Sternen-Skulptur von Ehrenamtlichen des Hospizkreises gepflegt.

„Wir möchten den Menschen wieder ins Gedächtnis bringen, was sich hinter dem Sternenfeld verbirgt“, sagt Agnes Finkenbrink. „Einige Eltern wären froh gewesen, ihr stillgeborenes Kind hier beisetzen zu können. Sie wussten aber nicht, dass es diese Möglichkeit gibt“, berichtet die Vorsitzende des Hospizkreises Senden.

Nicht vergessen wurde das Sternenfeld in Senden von den Mitgliedern der Laienspielschar Bösensell. In deren Namen überreichten der Vorsitzende Erik Blödow und Kassierer Jürgen Kunkel jetzt eine Spende in Höhe von 500 Euro. Das Geld wurde bei Theateraufführungen der Gruppe in Bösensell eingespielt.

„Wir unterstützen immer verschiedene soziale Einrichtungen, mal den Kindergarten, mal die Altenstube oder die Musikgruppe der Grundschule Bösensell“, berichtete Erik Blödow bei der Spendenübergabe. In diesem Jahr solle das ehrenamtliche, uneigennützige Engagement des Hospizkreises gewürdigt werden.

Am Sternenfeld haben Eltern aller Religionen und Kulturen die Möglichkeit, ihr stillgeborenes Kind zu bestatten. Auf Wunsch bieten die Kirchen seelsorgerische Begleitung bei der Trauerfeier an. Für die Bestattung entstehen keine Kosten. Denn auch die ortsansässigen Bestatter und die Gemeinde stellen ihre Dienste unentgeltlich zur Verfügung. Ferner hat sich ein Initiativkreis gebildet, dem neben dem Hospizkreis und den Kirchengemeinden auch die niedergelassenen Hebammen und die Bestatter angehören.

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