Initiative mit neuem Vorstand
Solide Basis für das Schloss

Senden -

Die Initiative Schloss Senden hat einen neuen Vorstand. Darin sitzen vier Bauingenieure. Sie wollen den Erhalt von Schloss Senden mit Sachverstand, pragmatisch und in kleinen Schritten angehen.

Freitag, 29.11.2013, 16:11 Uhr

„Wir diskutieren nicht über das Ob, sondern darüber, wie wir das kunsthistorisch und für Senden wichtige Schloss der Nachwelt erhalten“, gibt sich Bernd Sparenberg selbstbewusst. Der 69-Jährige wurde soeben zum neuen 1. Vorsitzenden der Initiative Schloss Senden gewählt und tritt damit die Nachfolge von Dr. Klaus Drerup an, der – ebenso wie sein Stellvertreter Trutz Bieck – aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Gemeinsam mit dem Architekten Bernd Sparenberg sitzen mit Hans-Jürgen Hilpert, Ulrich Scharmann und Hansjörg Paul nun drei weitere Bauingenieure am Vorstandstisch der Initiative. „Geballter Sachverstand , der auf langjährige Erfahrungen im Bauwesen basiert“, sagt Bernd Sparenberg und betont: „Wir wollen kein Luftschloss bauen, sondern ein technisch und finanziell umsetzbares Konzept verwirklichen.“

Durch das Scheitern in der Regionale und angesichts ausbleibender Fördermittel müsse nun auf „Plan B“ zurückgegriffen werden. „Diese Alternative liegt schon seit 2008 abrufbereit in der Schublade“, bekräftigt der Vorsitzende der Initiative. Hier gehe es nicht um eine Totalsanierung des Schlosses für zehn Millionen Euro, sondern um ein schrittweises Vorgehen, für das eine einmalige Investition der Gemeinde Senden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro notwendig würde.

Zu allererst will der Vorstand nun das Gespräch mit der Verwaltung und der Politik suchen. „Wir möchten verkrustete Strukturen aufbrechen und die Diskussion ohne Rhetorik und Polemik auf eine sachbezogene Ebene bringen“, erläutert Bernd Sparenberg.

Grundlage soll besagter „Plan B“ sein, der im Wesentlichen drei Schritte vorsieht:

► Kauf des Schlosses durch die Gemeinde Senden und eine Teilsanierung, die die Räume der Beletage, Brücke, Tor, Innenhof, Treppe und Portal umfasst. Die restlichen Räume sollen lediglich baulich gesichert werden.

► Anschließend sollte das Schloss nach Ansicht der Initiative in die Hände einer Bürgerstiftung oder eines Fördervereins überführt werden, so dass keine Folgekosten für die Gemeinde entstehen. Die sanierten Räume könnten für Ausstellungen, Konzerte, als Konferenz- und Sitzungszimmer, als Sitz des Touristikbüros und für Trauungen genutzt werden. „Wir stehen außerdem mit einem Sendener Unternehmen im Gespräch, das sich vorstellen kann, in einem Raum ein Sommercafé einzurichten“, berichtet Bernd Sparenberg.

► Je nach Bedarf und finanziellen Möglichkeiten der Stiftung/des Fördervereins sollen weitere Räume nach und nach saniert und einer Nutzung zugeführt werden.

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