BORnet strebt flächendeckendes Glasfasernetz an
Volle Fahrt voraus fürs Internet

Senden -

Die BORnet GmbH plant ein flächendeckendes Glasfasernetz im Ortsteil Senden. Voraussetzung ist allerdings, dass rund 40 Prozent der Haushalte eine vertragliche Bindung für den Anschluss ans schnelle Internet eingehen.

Donnerstag, 09.01.2014, 18:01 Uhr

Ganz gleich, ob Fernsehen, Telefonie oder Internet: Der technische Fortschritt nimmt ein immer rasanteres Tempo auf. Gleichzeitig verstopft der stetig wachsende Datenfluss zunehmend die Datenautobahnen. Denn die Bandbreite der Kupferkabel, die Haushalte und Gewerbebetriebe letztlich mit den Anbietern der Telekommunikation verbinden, kann immer weniger den steigenden Anforderungen genügen.

Glasfaser statt Kupfer“ lautet daher die Parole der BORnet GmbH und ihres Partners, der Deutschen Glasfaser GmbH. Im Schulterschluss möchten die Unternehmen im Ortsteil Senden eine Breitbandversorgung durch Aufbau einer Glasfaser-Infrastruktur sicherstellen. Dabei fungiert die Deutsche Glasfaser GmbH als Leitungslieferant. Die BORnet bietet den von den Kunden gewünschten Service.

Erklärtes Ziel ist es, im gesamten Ortsteil mit seinen rund 3300 Haushalten und 120 Gewerbebetrieben ein flächendeckendes Netz unter Gehwegen und Straßen zu verlegen. Ob das gelingt, hängt allerdings von der konkreten Nachfrage der privaten und gewerblichen Verbraucher ab.

„40 Prozent: Um diesen Wert dreht sich alles“, sagt René Fuchs vom Vertrieb der BORnet GmbH. Denn nur dann, wenn sich 40 Prozent der Sendener Haushalte verbindlich entschließen, Kunde zu werden, rechne sich die Investition zum Aufbau des Glasfasernetzes . Um die Quote zu erreichen, werde das Unternehmen voraussichtlich im Sommer massiv in die Werbung einsteigen. Vorher seien Dülmen und Havixbeck an der Reihe.

Ob auch die rund 650 Haushalte in Bösensell und die etwa 800 Haushalte in Ottmarsbocholt in absehbarer Zeit flächendeckend über Glasfaser versorgt werden können, steht letztlich noch in den Sternen. Es schein aus Kosten-Nutzen-Sicht der Unternehmen allerdings recht unwahrscheinlich. Das ließ René Fuchs jüngst bei seinen Ausführungen im Gemeindeentwicklungsausschuss durchschimmern.

Als Anreiz will BORnet den Sendenern bei einer zweijährigen Vertragsbindung günstige Tarife anbieten und in den ersten sechs Monaten die Grundgebühr erlassen, berichtet André Fuchs.

„Ein besonderer Vorteil des BorNet-Angebotes ist, dass es auch sogleich die Hausanschlüsse beinhaltet“, betont Sebastian Täger . „Würde sich der Kunde bei einem anderen Anbieter einzeln anschließen lassen, müsste er dafür etwa 750 bis 1000 Euro zusätzlich bezahlen“, erläutert der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Senden.

Doch nicht nur aus diesen finanziellen Gründen unterstützen die Gemeinde Senden und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Coesfeld (wfc) das Vorhaben von BORnet und Deutscher Glasfaser: Aufgrund der flächendeckenden Ausbreitung des Netzes liegen die Glasfaserverbindungen bei allen Haushalten mindestens an der Bordsteinkante. Ein nachträglicher Anschluss wird damit unkompliziert möglich.

„Aus dem Gewerbe liegen uns bereits Anfrage nach einer größeren Bandbreite vor. Denn der Datenfluss wächst enorm. Es werden immer mehr Dienste ausgelagert und online abgewickelt“, berichtet Täger. Ebenso wie für die Unternehmen garantiere die Glasfasertechnik den privaten Kunden „eine zukunftssicher Lösung, die den wachsenden Bedarf der nächsten Jahre abdeckt“, ist sich der Wirtschaftsförderer der Gemeine sicher.

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