Bunter Nachmittag der KFD St. Urban
Lustige Landeier und Bauernbengel

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Mit Sketchen, Theaterszenen und Tanzvorführungen begeisterte der Bunte Nachmittag der KFD St. Urban rund 450 Gäste in der Steverhalle. In ihren Rollen als Landeier und Bauernbengel sorgten die Frauen für unzählige Lachtränen im Publikum.

Sonntag, 19.01.2014, 15:01 Uhr

„Ich könnte ja immer beten, bis mir der Schaum vor dem Mund steht. Bei meinem Berni kommt nicht mal ein Bläschen“, stellt Maria Brox nüchtern fest. „Männer sind anders – Frauen auch“ hatte sie ihre Büttenrede überschrieben und lieferte damit einen echt karnevalistischen Auftakt. Maria Brox ist KFD-Frau und Mitglied der Theatergruppe der ersten Stunde. Und regelmäßige Besucher des Bunten Nachmittags wussten gleich, was ihnen blühte, als sie auf die Bühne marschierte. Da ging es mit Schwung an die jüngsten Erlebnisse der Kaffeevisiten.

450 Besucher waren der Einladung der KFD St. Urban am Samstag in die Steverhalle gefolgt. Belohnt wurden sie mit einem über dreistündigen Programm. Die rund 20 Aktiven aus der Theatergruppe hatten in monatelanger Probenarbeit Sketche und kurze Stücke einstudiert, die sie mal auf Platt, mal auf Hochdeutsch vortrugen. 20 weitere Helferinnen aus den Reihen der KFD sorgten dafür, dass Kaffee, Kuchen und kalte Getränke ihren Weg an die langen Tischreihen fanden.

Maria Höwische, die nicht nur als Regisseurin während der Proben, sondern auch als Moderatorin des Programms in Erscheinung trat, war froh, dass der Bunte Nachmittag nach drei Jahren Pause wieder in bewährter Form stattfinden konnte. Sie bedankte sich mit einem Orden bei den beiden Generationen der Dansmüskes, die je mit einem Gardetanz und einer Choreografie zu moderner Musik das Programm bereicherten. Auch die Trullatrinen wurden mit viel Applaus und Orden bedacht.

Die reizenden Nachbarinnen unmittelbar nach dem Meddagsschlöpken empfangen zu müssen, ist für beide Seiten nicht nur angenehm, bewiesen Elke Imberge, Margret Klemmer und Hildegard Holtschulte. Ihr bühnenreif aufpolierter Dorftratsch riss die Gäste vor Lachen fast von den Stühlen. Anschließend brachte ihre eigenwillige Verwendung von Dativ und Akkusativ die beiden Landeier Trudchen (Agnes Weber) und Karlchen (Hedwig Klaas) in eine heftige Auseinandersetzung mit dem neunmalklugen Professor (Ulrike Bertling). Ganz praktische Lebenshilfe – gegen Bares – hatte die Zigeunerin Ilonka (Maria Nathaus) auf Lager, die im Handumdrehen aus alten Paaren wieder junge Verliebte machte. Mit ihrer unnachahmlichen Mimik ließ Ulrike Bertling alias Frau Suppengrün anschließend Lachtränen fließen, als sie sich auf Anraten ihres Arztes (Hildegard Holtschulte) zur Behandlung im neuen Wunderkasten überreden ließ.

Ein Schuss Rizinusöl ins Schnäpsken, ein bisschen Carbid in den Nachttopf – nur mit dieser explosiven Mischung wussten sich die Bauernbengel (Manuela Alder und Beta Wörmann) zu helfen, als es darum ging, die knurrige alte Tante (Margret Klemmer) vom Dorffest wegzuhalten. Schließlich trieben Sabine Kurzer und Beta Wörmann ihre Therapeutin Maria Nathaus mit ihrer Verstocktheit an den Rand des Nervenzusammenbruchs, bevor Marianne Harlake und Maria Brox mit einem musikalischen Playback das Finale einläuteten.

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