Glasfasernetz für Senden
Anschluss an den Daten-Highway

Senden -

Den Anschluss an den Daten-Highway wünschen sich sowohl viele Familien als auch Firmen. Hohes Tempo gewährleistet das Glasfasernetz, das in Senden bis zu den Haustüren verlegt werden soll. Intensive Gespräche mit einem Investor laufen.

Freitag, 23.05.2014, 18:05 Uhr

Nichts ist so beständig wie der technologische Wandel. Das wohl einzige Netz, das auch weiterhin anschwellende Datenmengen flott transportieren kann, bleibt die Glasfaser . An die Autobahnen des Online-Zeitalters sollen auch Firmen und Familien in Senden angeschlossen werden. Dazu peilt die Gemeinde eine Kooperation mit der „Deutsche Glasfaser Holding GmbH“ und ihrem Partner, der BORnet GmBH , an. Die Gespräche sind weit gediehen. Besiegelt ist aber noch nichts.

Immerhin liegen Verträge vor, die den Rahmen für das Glasfaser-Großprojekt abstecken. Die Entwürfe hat Gerda Meppelink schon ins Rathaus gemailt. Die Pressesprecherin und Projektmanagerin des rasch wachsenden Unternehmens „Deutsche Glasfaser“ (Gründung 2011 mit sechs Mitarbeitern, heutiger Stand: 187 Beschäftigte) will jetzt selbst die Stevergemeinde aufsuchen, um Pfosten einzurammen.

Ihr Kollege René Fuchs vom Tochterunternehmen BORnet hat schon mit der Verwaltungsspitze gesprochen. Dort wurde verabredet, dass bis zu den Sommerferien ein Zeitplan für das Vorhaben vorliegen soll, Senden an den Datenhighway anzubinden. Auf Anfrage der WN greift Fuchs schon vor. Er kündigt an, dass in der zweiten Jahreshälfte damit begonnen werde, den Markt in Senden zu erobern. Klares Ziel: 40 Prozent der Haushalte müssen einen Zweijahresvertrag mit BORnet eingehen, damit der Investor „Deutsche Glasfaser“ damit beginnt, die Bürgersteige aufzureißen. Ohne eine solche Quote, stellt Meppelink klar, könnten die Infrastruktur- Kosten nicht gestemmt werden. Anders als die großen Konzerne schiele die „Deutsche Glasfaser“ nicht nur auf Metropolen. Im ländlichen Raum lasse sich auch Geld verdienen – über einen längeren Zeitraum und wenn einzelne Gebiete wie Perlen einer Kette aneinander gereiht werden. Mit rund 20 000 Einwohnern bilde Senden einen glänzenden Bestandteil dieses Colliers.

Ob die 40-Prozent-Hürde genommen wird? Angesichts einer teils schon guten Versorgung in Senden werde dies nicht leicht, räumt Fuchs ein. Der Ortsteil Senden werde deshalb in vier Sektoren aufgeteilt, um gegebenenfalls abschnittsweise vorzugehen. Das Ziel, ganz Senden und die Ortsteile mit Glasfaser bis an der Haustür zu bestücken, bleibe aber bestehen, so Fuchs. Für Bösensell und Ottmarsbocholt, gestand der BORnet-Vertreter ein, seien jedoch noch schwierige technische Fragen zu lösen.

Trotz Kapazitätsengpässen beim unterirdischen Ausbau will das Gespann „Deutsche Glasfaser“/BORnet möglichst rasch Tatsachen schaffen. Fuchs lehnt sich gegenüber den WN weit aus dem Fenster: „Ich garantiere, dass wir 2015 in Senden mit dem Tiefbau fertig sind.“

Ich garantiere, dass wir in Senden 2015 mit dem Tiefbau fertig sind.

René Fuchs, BORnet
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