Schnuppertag beim Ruderverein
Mit Kraft und Konzentration auf dem Kanal

Senden -

Kondition aufbauen, Kraft ausbauen, Konzentration üben und Entspannung finden – alles Vorzüge des Rudersportes, wie Neulinge jetzt feststellten.

Dienstag, 27.05.2014, 07:05 Uhr

Ruder in die Hand und ab aufs Wasser. Vor und zurück, vor und zurück – eigentlich ganz einfach. Zumindest sieht es so aus. „Es ist so einfach“, findet Jan Kemper . „Noch ein bisschen drehen und dann hat man es raus.“ Der 15-Jährige hat vor drei Jahren erstmalig am Schnupperrudern des RV Senden teilgenommen und ist beim Rudersport hängen geblieben. Auch in diesem Jahr ist Jan beim Schnupperrudern wieder mit von der Partie. Er hilft, gibt wertvolle Tipps und rudert fleißig mit. Doch leider haben Samstagvormittag nicht viele Interessierte den Weg zum Ruderverein am Bootshausweg gefunden, nur drei an der Zahl.

Nicole Sicking ist eine von ihnen. Zehn Kilometer ist sie gerudert. „Eine Topleistung“, weiß Agnes Stückmann-Heumer vom RV Senden zu schätzen. „Anfänger schaffen das eigentlich noch nicht.“ Nicole Sicking setzt die Ruder ab und steigt aus dem Boot. „Rudern macht riesen Spaß. Man muss sich wirklich konzentrieren. Außerdem dachte ich, Rudern sei mehr Armarbeit, aber es sind die Beine, die man stark belastet“, berichtet die Hiltruperin. Die Ansagen und Hilfestellungen seien super gewesen. Rudern sei ein toller Teamsport.

Den Rudersport und die Bewegungsabläufe kennen zu lernen – das war das Ziel des Schnuppertages . Bootskunde steht zuerst auf dem Programm. „Wir haben das Ruderboot an Land geholt und erklärt, wo man hintreten muss, wie die Paddel eingerichtet und eingelegt werden“, erläutert Hoffmann. Dann geht es direkt auf das Wasser – erst auf den ruhigen Arm, dann auf den Dortmund-Ems-Kanal. Auf den letzten Kilometern wird die erste Rudertechnik verfeinert. „Die Konzentration ist das Schwierigste“, so Stückmann-Heumer.

Die geringe Teilnehmerzahl beim diesjährigen Schnupperrudern ist es, die den Verantwortlichen des RV Senden zu schaffen macht. Ratlosig- und Verstädnislosigkeit machen sich breit. „Vergangenes Jahr waren deutlich mehr Interessierte da. Dieses Jahr ist kaum einer gekommen. Das hatten wir anders erwartet“, sagt Trainer Jannik Hoffmann sichtlich frustriert. Schließlich richte man auch die Schülerregatta zwischen Gymnasium und Realschule aus. Von daher hätte man sich eine höhere Teilnehmerzahl vor allem bei den Schülern erhofft. „Gerade bei diesem Wetter“, betont Hoffmann. Allerdings: „Die Jugendlichen sind lange in der Schule, teilweise bis 16.30 Uhr. Da bleibt ihnen keine Zeit mehr“, sucht Agnes Stückmann-Heumer nach Erklärungen. Die Jugend sei einfach nicht mehr so bewegungslustig, meint der erste Vorsitzende, Wolfgang Surres.

Für Jan Kemper aber ist das Rudern ein guter Ausgleich zum stressigen Alltag. „Ich kann hier auf dem Kanal mit meinem Ruder und dem Boot super entspannen. Es ist ruhig. Rudern ist ein toller Sport.“

► Interessierte können sich auch jenseits des Schnuppertags für ein Probetraining anmelden. Infos unter ruderverein-senden.de

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