Puppentheater „Inakso“ gastiert in Senden
Verzauberter König vor dem Schloss

Senden -

Puppenspieler Karl Lagrin hat es nicht leicht: Mit seiner schwangeren Frau Madeleine und seinem dreijährigen Sohn Luciano tingelt er durch ganz Deutschland. Vor der Kulisse des Sendener Schlosses möchte er vier Vorstellungen geben.

Mittwoch, 09.07.2014, 19:07 Uhr

Vor Schloss Senden hat er ein „herrschaftliches“ Ambiente gefunden, der „verzauberte König“. Gemeinsam mit ihm, dem Kasper und vielen anderen Hohensteiner Handspielpuppen möchte Karl Lagrin sein Publikum am Wochenende in vier Vorstellungen in eine märchenhafte Welt entführen. Doch so unbeschwert das Stück im Zelttheater auch wirken mag, so hart ist die Arbeit für den 32-jährigen Puppenspieler, der mit seiner Frau Madeleine und dem dreijährigen Sohn Luciano durch ganz Deutschland tingelt.

„Wenn das Wetter mitspielt beginnt die Saison mit dem Zelt im Februar. Ab dann fahren wir in jeder Woche einen oder auch zwei Orte an“, erzählt Lagrin. In den letzten Wochen musste das kleine Familienunternehmen allerdings kürzer treten: „Meine Frau ist schwanger. Wir erwarten unser Töchterchen im September“, freut sich der werdende Vater. Normalerweise unterstütze ihn seine Frau hinter der Bühne. „Ich spreche das komplette Stück, alle Figuren. Meine Frau hilft mir beim Führen der Puppen.“

Lagrin stammt aus einer Zirkusfamilie: „Mein Urgroßvater und mein Großvater waren Artisten – die Hochseiltruppe Lagrin. Später haben sie einen Zirkus übernommen. Dann kam das Puppentheater dazu, als Überbrückung für den Winter“, erzählt der 32-Jährige. Doch die Zeiten wandelten sich, und das Puppenspiel wurde Hauptgeschäft. Weiterhin betreibt die Familie den Mitmachzirkus „Inakso“.

Mitmachen ist auch beim Puppentheater „Inakso“ angesagt: „Das Stück ,Der verzauberte König‘ ist von meinem Großvater. Die Kinder sind bis zum Ende auf Augenhöhe dabei“, betont der Puppenspieler. Ein wenig tückisch könnte das „Mitmachen“ allerdings werden, wenn sich Sohnemann Luciano ins Zelt schleicht und unter die bis zu 100 Besucher schmuggelt. „Er kennt ungefähr 80 Prozent vom Stück. Und kann vieles Mitsprechen. Er verstellt sogar die Stimme und steht als Puppenspieler schon in den Startlöchern“, schmunzelt Karl Lagrin, der selbst mit neun Jahren zum ersten Mal „aufgeregt hinter der Bühne stand“.

In den Kindergärten und Geschäften liegen Ermäßigungskarten aus, mit denen der Eintritt an der Tageskasse von sieben auf sechs Euro reduziert wird. Die Vorstellungen beginnen am Freitag (11. Juli) und am Samstag (12. Juli) jeweils um 15 sowie um 17 Uhr im Theaterzelt vor dem Sendener Schloss.

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