Ausstellung Textil-Kunst
Stoff und Struktur mit Tiefgang

Senden -

Die Symbiose von textilen Rohstoffen und Kunst lässt spannende Skulpturen entstehen. Unter dem Motto „Stichpunkte Senden“ sind vielfältige Arbeiten in der Friedenskapelle der KuKiS zu sehen.

Dienstag, 09.09.2014, 18:09 Uhr

Eröffnung: Die Sendener Künstlerin Mechthild Jülicher (l.) stellt ihre Objekte vor. Künstlerin Susanne Klinke (r.),übernahm die Moderation der Vernissage.
Eröffnung: Die Sendener Künstlerin Mechthild Jülicher (l.) stellt ihre Objekte vor. Künstlerin Susanne Klinke (r.),übernahm die Moderation der Vernissage. Foto: dre

Es sind skurrile Körperformen, abstrakte Objekte und plastische, dreidimensionale Naturstudien, die aus einer Symbiose von Kunst und Textil entstanden sind. Die Kunst- und Kulturinitiative Senden (KuKIS) hat am Sonntag die Ausstellung „Stichpunkte Senden“ in der Friedenskapelle eröffnet. Die Vorstellung von textilem Material wird hier buchstäblich auf den Kopf gestellt. Unter den sieben international ausstellenden Künstlern ist auch die Sendenerin Mechthild Jülicher .

Die Künstlerinnen haben den Innenraum des früheren Gotteshauses am Grünen Grund gestaltet. „Wir wollten zeigen, was man mit Textilien alles möglich ist“, erklärte Susanne Klinke , die auch die Moderation der Vernissage übernahm.

Die Vorsitzende der KuKIS, Iris Weintz, war begeistert über die so zahlreich erschienen Gäste in der Friedenskapelle. „Ich freue mich, dass wir die ‚Stichpunkte Senden` hier zeigen können“, sagte sie. Textile Kunst werde in Deutschland immer noch etwas stiefmütterlich behandelt.

Die Künstlerinnen stellten ihre Objekte vor. Inhaltlich setzen sie sich mit einem breiten Spektrum auseinander, das von selbst erlebter Vertreibung bis zum Thema Unversehrtheit des menschlichen Körpers reicht. Aber auch sakrale Objekte und surreale Gebilde finden sich in dem ehemaligen Gotteshauses.

Die Sendenerin Mechthild Jülicher hat aus ausrangierten Postkarten und Folien aus Arztpraxen Objekte erstellt, die einer Skyline ähneln. Zudem zeigt sie ein beidseitiges Fotopatch aus alten Postkarten, die miteinander vernäht wurden. Ihr drittes Objekt hat Jülicher den Namen „Gala“ verliehen. Es handelt sich um eine Symbiose von Perlen, Tüllstoff und Fäden, die sich schmeichelhaft zu einem Ballkleid fügen.

Die Ausstellung mit Arbeiten Mechthild Jülicher, Ingrid Fähmel aus Senden, Natalie Jülicher, die in Senden aufwuchs, aber in den USA lebt, Marianne Herbrich, Susanne Klinke, Ulrike Lindner und Regine Skudelnyist an den Wochenenden bis einschließlich 21. September von 15 bis 18 Uhr oder nach Absprache zu besichtigen.

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