Ausschuss empfiehlt Städtebau-Konzept:
16 Millionen-Euro-Paket geschnürt

Senden -

Der Gemeindeentwicklungsausschuss hat dem Rat das städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) einstimmig empfohlen. Die 54 Einzelmaßnahmen umfassen eine Investitionssumme von rund 16 Millionen Euro.

Freitag, 12.09.2014, 20:09 Uhr

Eine Fußgängerbrücke soll in diesem Bereich entstehen, die eine Wegeachse zur Holtruper Straße schafft. Der dort geplante Steverarm soll verlegt werden, damit die Wiese weiterhin von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt werden kann.
Eine Fußgängerbrücke soll in diesem Bereich entstehen, die eine Wegeachse zur Holtruper Straße schafft. Der dort geplante Steverarm soll verlegt werden, damit die Wiese weiterhin von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt werden kann. Foto: sff

Der Gemeinderat soll das mit großer Bürgerbeteiligung erarbeitete städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Ortsteil Senden beschließen. Diese Empfehlung hat der Gemeindeentwicklungsausschuss am Donnerstagabend einstimmig ausgesprochen.

Zuvor hatten die Kommunalpolitiker die 54 im Plan enthaltenen Einzelmaßnahmen noch einmal genau unter die Lupe genommen und stellenweise ergänzt. Am Dienstagabend (16. September) soll der Ratsbeschluss gefasst werden.

Das ISEK ist Voraussetzung, um städtebauliche Fördermittel des Landes zu erhalten. Dabei umfasst das für den Zeitraum 2015 bis 2020 geschnürte Vorhabenpaket eine Investitionssumme von rund 16 Millionen Euro. Neben Mitteln für den Städtebau erhofft sich die Gemeinde weiteres Geld aus dem Topf der Regionale für das Projekt „WasserWege – Stever“ (WN berichteten).

► Auf Antrag der CDU wurde eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Stever ins Konzept mit aufgenommen. Sie soll eine verkehrssichere Überquerung des Flusses zwischen Spielplatz Kalverkamp und Steverwiese am evangelischen Gemeindezentrum ermöglichen. „Die Brücke schafft eine Wegeachse zum Sportplatz Holtruper Straße und schließt eine Wegelücke“, erläuterte Prof. Dr. Martin Lühder. Dieser Argumentation schlossen sich SPD und FDP an. Ein Kostenansatz von 200 000 Euro wurde in das Konzept aufgenommen.

► Bürgermeister Alfred Holz und Ausschussvorsitzender Gerd Gebauer berichteten, dass die evangelische Kirchengemeinde wegen des für die Regionale geplanten künstlichen Steverarms (WN berichteten) besorgt sei. „Es geht viel Fläche verloren, die für Veranstaltungen der Kirchengemeinde benötigt wird“, erklärte Holz. Nun soll mit dem Planer darüber gesprochen werden, ob der künstliche Flussarm in Richtung Schulze-Bremer-Wehr verlegt werden kann.

► Andreas Becker (FDP) regte an, für Schloss Senden 1,5 Millionen Euro ins Konzeption „zumindest aufzunehmen“. Dem widersprach der Bürgermeister: „Wir haben die klare Aussage, dass das Schloss im Rahmen der Regionale nicht gefördert wird.“ Anders als Haus Palz habe das Schloss keine Aussicht auf Erfolg. Stadtplaner Reinhard Drees unterstützte diese Ansicht: „Ich warne vor Fantasie-Maßnahmen.“ Eine Förderung sei nur bei einer öffentlichen Nutzung zu erwarten. Lambert Lonz (SPD) warf ein, dass Haus Palz – ebenso wie das Schloss – Privatbesitz sei. „Das stimmt bei der jetzigen Situation. Wir haben aber die Chance, etwas daraus zu machen“, entgegnete Martin Lühder. Haus Palz müsse im Kontext mit anderen Maßnahmen gesehen werden, zum Beispiel als Begegnungsort für alle Generarationen, pflichtete Alfred Holz bei. „Weil wir diesen Kontext sehen, haben wir Haus Palz ins ISEK mit hineingenommen. Bei einer Begehung mit dem Regierungspräsidenten hat man uns zumindest Hoffnung gemacht“, erklärte der Bürgermeister.

Sowohl der Antrag der FDP, Schloss Senden mit einer Summe von 1,5 Millionen Euro ins Konzept aufzunehmen, als auch der SPD-Vorschlag, 500 000 Euro einzutragen, wurden von der CDU-Mehrheit abgelehnt.

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