BORnet möchte Glasfasernetz in Senden aufbauen:
Anschub für das schnelles Internet

Senden/Bösensell -

Anfang 2015 wollen die BORnet GmbH und die Gemeinde Senden Kunden für einen Glasfaser-Anschluss werben. Wenn 40 Prozent der Haushalte mitmachen, soll flächendeckend eine Breitbandversorgung (FTTH) eingerichtet werden.

Freitag, 26.09.2014, 18:09 Uhr

Die Internetverbindung im Gewerbegebiet Süd, in den Bösenseller Wohngebiete Nieländer und Sporksfeld sowie in Randlagen des Ortsteils Senden ist bereits heute unzureichend. Und mit Blick auf die rasant fortschreitende technische Entwicklung reicht das aus Kupferleitungen bestehende Netz dauerhaft nicht aus. Das verdeutlichte Sebastian Täger am Donnerstagabend den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses.

„Wir möchten keine Zwischenlösung, darum ist es erklärter Wille, mit der BORnet /Deutschen Glasfaser GmbH zu kooperieren“, betonte Sendens Wirtschaftsförderer. Denn das Unternehmen sei der einzige Anbieter in der Region, der ultraschnelle Glasfaserverbindungen (FTTH) von 100 Mbits/s bis ins Haus zur Verfügung stellt. Zum Vergleich: Im Gewerbegebiet Süd liegt die Internetgeschwindigkeit aktuell bei zwei und sechs Mbit/s, in Randlagen der Wohngebiete beträgt sie nur ein bis zwei Mbit.

Um die angestrebte Breitbandversorgung zu ermöglichen gilt es zwei Hürden zu überwinden:

► Die Gemeinde muss eine sogenannte Backbone-Anbindung schaffen, den Anschluss an einen Glasfaser-Hauptstrang in Hiddingsel. „Das ist etwas, was wir der Deutschen Glasfaser zugestehen müssen“, sagte Sebastian Täger. Eine Trasse für den Ortsteil Senden schlage voraussichtlich mit 130 000 bis 160 000 Euro zu Buche. Die Trasse nach Bösensell koste 150 000 bis 250 000 Euro. Möglichkeiten für Ottmarsbocholt müssten noch geprüft werden.

► Aus Sicht der BORnet rechnet sich der Aufbau eines Glasfasernetzes nur dann, wenn sich 40 Prozent der Haushalte beziehungsweise 50 Prozent der Unternehmen im Gewerbegebiet verbindlich für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Darauf wiesen Vertriebsleiter Markus Klein und FTTH-Projektmanager René Fuchs unmissverständlich hin. Dazu soll ab Anfang 2015 in einer gemeinsamen Aktion von Gemeinde und BORnet die Werbetrommel kräftig gerührt werden, unter anderem mit Schreiben an die Haushalte, Informationsveranstaltungen, Hausbesuchen und einem Imagefilm. Der Startschuss fällt im Ortsteil Senden. Nach den dort gewonnen Erfahrungen soll die Nachfrage in Bösensell gebündelt werden. Schließlich soll eine Lösung für Ottmarsbocholt gefunden werden.

Der Anschluss ans Glasfasernetz ist kostenlos. Allerdings müssen sich die Kunden zwei Jahre lang an die BORnet als Anbieter für Telefon und Internet binden. In dieser Phase kostet der Service monatliche 40 Euro. Ab dem dritten Jahr könne der Kunde wieder einen anderen Provider wählen, erklärte René Fuchs.

Der Ausschuss entschied sich einstimmig dafür, den mit der BORnet/Deutsche Glasfaser eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

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