Lebenshilfe feiert Richtfest
Neues Leben erfüllt die alte Mühle

Senden -

Die alte Mühle Schulze Bremer verwandelt sich in eine Außenwohngruppe der Lebenshilfe. Mit dem Richtfest wurde eine Bau-Etappe abgeschlossen.

Samstag, 25.10.2014, 12:10 Uhr

Die ehemalige Mühle an der Stever verwandelt sich in eine Wohngruppe. Künftige WG-Partner, Vertreter der Lebenshilfe und Eckhard Scholz feierten mit dem Richtfest den Abschluss einer Etappe. Der Kranz musste vor dem Gerüst auf den Giebel gehoben werden (kleines Bild).
Die ehemalige Mühle an der Stever verwandelt sich in eine Wohngruppe. Künftige WG-Partner, Vertreter der Lebenshilfe und Eckhard Scholz feierten mit dem Richtfest den Abschluss einer Etappe. Der Kranz musste vor dem Gerüst auf den Giebel gehoben werden (kleines Bild). Foto: di

Es ist ein Gebäude mit Geschichte – die rund 200 bis 250 Jahre zurückreicht. In baldiger Zukunft wird ein neues Kapitel in dem historischen Gemäuer aufgeschlagen. Die ehemalige Mühle Schulze Bremer verwandelt sich in eine Außenwohngruppe der Lebenshilfe Senden. Gestern wurde mit dem Richtfest der Abschluss einer Etappe gefeiert.

Architekt Eckhard Scholz fasste den bisherigen Verlauf des Projektes zusammen, das im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein soll. „Wir liegen etwas hinter dem Zeitplan“, räumte Scholz ein. Denn das Haus mit Charakter und Geschichte habe manche bauliche Überraschung bereitgehalten, mit der nicht gerechnet worden war. So mussten beispielsweise im Sockel weite Teile des Mauerwerks erneuert werden. Erst dahinter, also von innen, wird die Dämmung eingezogen – in Form einer Hanf-Lehm-Schüttung und Multipor, das dem Baustoff Ytong ähnelt, wie der Architekt erklärte.

Wohngemeinschaft

► Den Hinweis, dass die Mühle zu erwerben ist, erhielt die Lebenshilfe im Sommer 2011, im Januar 2012 waren die Kaufverträge besiegelt.► Vier Menschen mit Handicap bilden dort auf rund 165 Quadratmetern Wohnfläche (absolut barrierefrei und mit Aufzug) eine WG.

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Das Fachwerk bleibe erhalten und übernehme weiterhin seine Tragfunktion, ergänzte Scholz.

Dass mit dem Sendener Architekten ein „versierter Fachmann“ für Restaurierungen gefunden wurde, hob Ina Freifrau Droste zu Senden als zweite Vorsitzende der Lebenshilfe Senden hervor. Sie dankte allen am Bau beteiligten Firmen, darunter Zimmermann Josef Klane und Dachdeckermeister Andreas Kuhlmann (beide Senden) und Bernhard Liesert ( Dülmen ) sowie Steinmetz Markus Köbbing für die „gute und zügige Zusammenarbeit“. Ina Droste zu Senden bezeichnete es als „Glücksfall“, dass die Lebenshilfe die alte Mühle in Nachbarschaft zum Wohnheim an der Stever erwerben konnte. Mit der Außenwohngruppe werde der Slogan eingelöst: „So viel Freiheit wie möglich und so viel Betreuung wie nötig.“ Zugleich biete der Standort ideale Voraussetzungen, um den Anspruch von „dezentralen Wohnformen“ zu erfüllen, der heute für die Betreuung von Menschen mit Handicaps gilt.

Auf das sogenannte „Wohnen im Quartier“ freuen sich die vier Bewohnerinnen und Bewohner schon. Sie sind mit dem Programm „fit fürs Leben“ darauf vorbereitet worden, weitgehend selbstständig den Alltag zu meistern.

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