Theaterprojekt im Vivo
Theater-Klassiker erreicht die Gegenwart

Senden -

Shakespeare reloaded: Das Theaterprojekt des Jugendzentrums Vivo hat den Liebesklassiker Romeo und Julia in die Moderne katapultiert.

Dienstag, 04.11.2014, 06:11 Uhr

Die Liebesgeschichte ist eingebettet in eine Auseinandersetzung zweier verfeindeter Familien, so dass bei „Ron und Jule voll in Love“ viel Action und Gefühl auf die Bühne des Vivo gebracht wurde.
Die Liebesgeschichte ist eingebettet in eine Auseinandersetzung zweier verfeindeter Familien, so dass bei „Ron und Jule voll in Love“ viel Action und Gefühl auf die Bühne des Vivo gebracht wurde. Foto: dre

Die tragische Liebesgeschichte um „Romeo und Julia“ erhält neuen Pepp. Knapp 20 Jugendliche rollten die mitreißende Lovestory unter dem Titel „Ron und Jule voll in love“ neu auf. Beim bunten Theater- und Tanzworkshop im Jugendzentrum Vivo verwirklichten Kinder zwischen zehn und 14 Jahren ihre eigenen Visionen, Ideen und setzten sprachliche Akzente. Sie veränderten das Shakespeare-Original und gaben ihm eine persönliche Note.

Die Proben sind beendet. Es wird ernst. Noch 30 Minuten bis zur Premiere. Die Jugendlichen kennen ihre Rollen, ihre Aufgaben und wissen, wann sie wo stehen müssen. Anspannung macht sich breit. Im Jugendzentrum Vivo laufen Jugendliche hin und her. Einige stehen schon auf der Bühne, andere klären letzte Details und wiederum andere holen sich wertvolle Tipps von den Theaterpädagogen. Der Lichtcheck beginnt. Das Ensemble ist froh, dass es los geht. Die Elfjährige Luisa Urdinski nickt. Sie schlüpft in die Rolle der „Jule“. „Es hat super viel Spaß gemacht, besonders das Schauspielern und das Tanzen“, sagt die Schülerin. Luisa trägt ein grünes T-Shirt. Sie gehört zum Clan der „Swang Cupcakes“. Eine andere Gruppe hat gelbe Hemdchen übergestreift. Jeremy Jordan Dietrich , der den „Ron“ spielt, zählt zu den „Cool Monkeys“. „Die beiden Familien sind verfeindet“, klärt der Zehnjährige auf. Jeremy ist begeistert und beeindruckt vom Theaterworkshop im Vivo. „Das war echt klasse“, sagt er. Plötzlich laufen alle zur Bühne. Der Vorhang fällt.

Die Liebestragödie um „Romeo und Julia“erzählen die Jugendlichen in ihrer eigenen Sprache mit vielen tänzerischen Einlagen aus Modern Dance, Hip Hop, Kampfsport und viel Gefühl.

„Die Kinder waren super einfühlsam und sind emotional in Themen wie Kampf und Feindschaft, Liebe und Schmerz eingestiegen“, hob Lea Teuwen hervor, die den Tanzworkshop leitete. Die Jugendlichen haben sich super, mit vielen eigenen Ideen, eingebracht, so das Fazit. „Jüngere und Ältere, Jungen und Mädchen haben hervorragend zusammengearbeitet.“

Theater wurde bei Sozialarbeiterin Eva Schemmelmann gespielt und einstudiert. „Es hat viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten. Sie hatten große Lust auf die Rollen und viel Freude auf der Bühne“, lobte sie. Wichtig sei gewesen, die Perspektiven der Kinder zu verwirklichen und Szenen zu improvisieren. „Das haben die Jugendlichen mit Bravour gemeistert.“ Und auch die Leitung des Jugendzentrums Vivo war mehr als angetan. „Es waren tolle Tage“, schwärmte Nicole Konhäuser.

Workshops im Bereich Theater, Tanz und Bühnenbildproduktion wurden von Donnerstag bis Sonntag von professionellen Künstlern und Pädagogen im Jugendzentrum angeboten. Aus den Workshops, die am Ende ineinander übergriffen, entstand eine spannende und rührselige Tanz- und Theateraufführung.

Das Projekt im Rahmen des Kulturrucksacks NRW wird von der Gemeinde Senden gefördert. Günter Melchers und Volker Sowade vom kommunalen Kulturamt ließen sich die Inszenierung der modernen Version von „Romeo und Julia“ nicht entgehen.

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