Bündnis für Flüchtlingshilfe
Allianz kämpft gegen Not der Flüchtlinge

Senden -

Die Allianz zur Flüchtlingshilfe aus Kirchen, Gemeindeverwaltung, Politik und deutsch-kurdischem Freundeskreis steht. Jetzt plant das Bündnis eine Reise in den Südosten der Türkei und Nordirak, um Unterstützung organisieren zu können.

Samstag, 22.11.2014, 08:11 Uhr

Hoffnung stiften: Ekrem und Orhan Atalan (v.l.), Klemens Schneider, Karl Schiewerling, Dr. Jochen Reidegeld, Klaus Gilleßen (Gemeinde Senden), Stefan Benecke, Friederike Frücht (Stab Schiewerling) und Necat Bozan planen die Reise in Flüchtlingsgebiete.
Hoffnung stiften: Ekrem und Orhan Atalan (v.l.), Klemens Schneider, Karl Schiewerling, Dr. Jochen Reidegeld, Klaus Gilleßen (Gemeinde Senden), Stefan Benecke, Friederike Frücht (Stab Schiewerling) und Necat Bozan planen die Reise in Flüchtlingsgebiete. Foto: di

Auf die Flucht vor dem Terror folgt die Furcht vor dem Tod. Denn der lauert im Winter den Menschen auf, die mit wenigen Habseligkeiten und dünner Kleidung im Sommer ihre Heimat vor den Mörderbanden der IS verlassen mussten. Nicht alle Flüchtlinge haben zumindest das schützende Zeltdach eines UN-Camps über sich. In den kurdisch geprägten Gebieten im Südosten der Türkei und im Nordirak herrscht blanke Not unter den Familien, den Witwen und Waisen, die nicht viel mehr als ihr Leben gerettet haben. In Senden hat sich eine Allianz gebildet, die jetzt auch vor Ort Hilfe organisieren will. Nach dem Jahreswechsel steht eine Reise in den Südosten der Türkei und in den Nordirak auf dem Programm. „Zunächst geht es darum, dass die Menschen nicht verhungern, verdursten oder erfrieren“, lautet der humanitäre Ansatz des Bündnisses.

Der deutsch-kurdische Freundeskreis (DKFK), die Gesellschaft ezidischer Akademiker ( GEA ), die evangelische Kirchengemeinde Senden und die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius, der stellvertretende Generalvikar des Bistums Münster, Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld, die politische Gemeinde Senden und der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling ziehen an einem Strang, um den Menschen, die ihres Glaubens wegen verfolgt werden, zu helfen. Ausdrücklich heben die Partner in Senden hervor, dass ihre Unterstützung keine Grenzen in der Religion oder Herkunft kennt: „Wir helfen allen Menschen, die in Not geraten sind.“

Eine Delegation, zu der Bürgermeister Holz, Reidegeld, Benecke und Schiewerling gehören sucht am 4. Januar für fünf Tage die Region um Diyarbakir, Mardin und Batman auf.

Vor Ort sollen Hilfsleistungen mit örtlichen Institutionen organisiert und Hilfsgüter gekauft werden.Mit der Reise, die in Abstimmungmit dem Auswärtigen Amt geplant und von allen Teilnehmer privat bezahlt wird, soll ein „erster zentraler Brückenpfeiler“ zwischen dem Münsterland und dem kurdischen Gebiet eingerammt werden, sagte Karl Schiewerling. Er hofft auch auf Kontakte, an die für eine spätere politische Lösung angeknüpft werden kann.

Die Solidarität hat sich in Senden bereits vielfach erwiesen: Bei der kurdischen Mahnwache im Oktober im Ortskern sind 3500 Euro und viele Unterschriften für die Kolpings-Aktion zusammengekommen. Für die vom IS-Terror verfolgten Menschen wurde gerade auch auf der Hochzeit eines deutschen Paars gesammelt.

Was zeige: Die Bürger in Senden sind dankbar, wenn sie sich engagieren können, erkennt das Hilfsbündnis.

Gemeinsames Spendenkonto

Das Bündnis aus Senden hat ein Spendenkonto eingerichtet: „Flüchtlingshilfe Syrien/Irak“, Volksbank Senden, IBAN DE 91400695 460000341221;

Sparkasse Westmünsterland IBAN DE 40401545 300036097400

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