Spendenaktion für christliche und ezidische Flüchtlinge:
Bitterer Kampf um das nackte Überleben

Senden -

Die Aktion „Hoffnungsschimmer“ ruft die Bevölkerung dringend zu Spenden für die christlichen und ezidischen Flüchtlinge in der Türkei und im Nordirak auf. Eine Delegation aus Senden begibt sich am 4. Januar auf eigene Kosten zu den Lagern, um mit den Geldern dringend benötigte Hilfsgüter vor Ort zu erwerben.

Mittwoch, 10.12.2014, 15:12 Uhr

Die Not der christlichen und ezidischen Flüchtlinge in der Türkei und im Nordirak ist unvorstellbar. Für sie geht es in dem bevorstehenden Winter um das nackte Überleben. „Die Menschen sind vor den Milizen der IS vor Wochen in Sommerkleidung geflohen. Sie haben nichts mitnehmen können. Sie brauchen dringend das zum Überleben Notwendigste“, sagt Ekrem Atalan vom Deutsch-kurdischen Freundeskreis Senden (DKFK) und fügt mit bitterer Mine hinzu: „Trotz der Hilfe werden vor allem Kinder und alte Menschen den Winter nicht überleben.“

In dieser für die Flüchtlinge trostlosen Situation setzt die Aktion „ Hoffnungsschimmer “ alle Hebel in Bewegung, um das Leid zu lindern und Menschenleben zu retten. Mit dem DKFK ziehen dazu die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, Bürgermeister Alfred Holz , Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling und andere sowie der stellvertretende Generalvikar Dr. Jochen Reidegeld als Schirmherr der Aktion an einem Strang. Gemeinsam rufen sie dringen die Bevölkerung zum Spenden auf. „Um das Geld effektiv einsetzen zu können, soll vor Ort gekauft werden, was von den Flüchtlingen gebraucht wird“, sagt Necat Bozan von der Gesellschaft Ezidischer Akademiker.

Auf der Fahrt zu den elf Lagern, in denen rund 1,3 Millionen Flüchtlinge ums Überleben kämpfen, wird Necat Bozan vom 4. bis zum 8. Januar begleitet von Dr. Jochen Reidegeld, Karl Schiewerling und Mitarbeiterin Friederike Frücht, Bürgermeister Alfred Holz, Pfarrer Klemens schneider, Pfarrer Stefan Benecke, Ute Hoffmann von der Aktion Medior und Orhan Atalan vom DKFK Senden. Die Reisekosten werden von den Teilnehmern selbst getragen, so dass die gesammelten Gelder auch tatsächlich den Menschen zugute kommen.

Erste Spenden wurden bereits beim goldenen Priesterjubiläum von Pfarrer Wilhelm Ausel gesammelt.

Volksbank Senden eG,

IBAN: DE91400695460000341221,

Sparkasse Westmünsterland,

IBAN: DE40401545300036097400.

► Die Aktion „Hoffnungsschimmer“ hat einen Flyer herausgegeben, der über die Situation der christlichen und ezidischen Flüchtlinge in der Türkei und im Nordirak informiert und aufzeigt, was am dringendsten benötigt wird.

Die Druckschrift liegt an diversen Stellen in der Gemeinde Senden zur Mitnahme aus.

Auf dem Flyer sind auch die Spendenkonten bei der Volksbank Senden e.G. und der Sparkasse Westmünsterland vermerkt.

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