Gemeinde sucht Investor für Freifläche am Buskamp:
Furcht vor Bau-„Klotz“ vor der Tür

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Im Buskamp soll ein alternatives Wohnbauprojekt entstehen. Die Anwohner fürchten, dass ihnen auf dem rund 6200 Quadratmeter großen Areal ein großer „Klotz“ vor die Tür gesetzt wird.

Montag, 05.01.2015, 16:01 Uhr

Das rund 6200 Quadratmeter große Areal am Buskamp wird freigehalten für ein „alternatives Wohnbauprojekt“. Die Anwohner fürchten, dass ihnen ein zu klobiger Baukörper vor die Haustür gesetzt wird.
Das rund 6200 Quadratmeter große Areal am Buskamp wird freigehalten für ein „alternatives Wohnbauprojekt“. Die Anwohner fürchten, dass ihnen ein zu klobiger Baukörper vor die Haustür gesetzt wird. Foto: sff

Seit der Freigabe des neuen Baugebietes Buskamp im Juni 2012 liegen elf zusammenhängende Baugrundstücke im neuen Wohngebiet brach. Denn die Gemeinde hat das rund 6200 Quadratmeter große Areal für ein „alternatives Wohnbauprojekt “ reserviert. Doch nach dem Scheitern der „Buskamp Genossenschaft“ im vergangenen Jahr (WN berichteten) gibt es noch keinen neuen Interessenten, der auf dem Gelände ein entsprechendes Projekt verwirklichen möchte.

Potenzielle Investoren sollen jetzt über ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren ausfindig gemacht werden. Nähere Einzelheiten dazu werden im Gemeindeentwicklungsausschuss am 28. Januar (Mittwoch) besprochen.

Nichtsdestotrotz läuten bei einigen Anwohner schon seit Monaten „vorsorglich“ die Alarmglocken. Denn sie befürchten, dass ihnen ein allzu großer Gebäude-„Klotz“ vor die Tür ihres schmucken Eigenheims gesetzt wird.

Aus diesem Grund hatte die UWG beantragt, dass der Bebauungsplan so festgesetzt wird, „dass die Dimension der geplanten Gebäude sich an der Umgebung orientiert“. Die maximale Firsthöhe sollte auf 10,50 Meter – statt wie vorgesehen 11,50 Meter – begrenzt werden. Denn sonst sei es dort möglich, den Anwohner ein viergeschossiges Gebäude (zwei Vollgeschosse und zwei Teilgeschosse) „vor die Nase zu setzen“, argumentiert die UWG.

Dieser Antrag, den Bernd Hashemian bei der jüngsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses eingebracht hat, wurde bis zur Januarsitzung zurückgestellt. Einigkeit herrschte im Ausschuss allerdings darüber, nur eine dem Umfeld angemessene Gestaltung mit zwei Voll- und einem Staffelgeschoss zuzulassen. „Wir sind Herr des Verfahrens und können dementsprechend Einfluss nehmen“, verdeutlichte der Ausschussvorsitzende Gerd Gebauer die Kompetenz des Ausschusses beziehungsweise des Gemeinderates.

Der Beigeordnete Klaus Stephan setzte sich dafür ein, dem Investor „im Sinne einer guten Gestaltung etwas Luft zu lassen“ und die maximale Firsthöhe bei 11,50 Metern zu belassen. Dem pflichteten auch Georg Hülk ( SPD ) und Andreas Becker (FDP) bei.

Philipp Scholz (Grüne) plädierte ausdrücklich dafür, dass die architektonische Gestaltung bei der Auswahl eines möglichen Projektes eine wesentliche Rolle spielen müsse. Dazu sollten externe Fachleute hinzugezogen werden. Ferner stellte Scholz die Frage in den Raum, ob „geförderter Wohnungsraum“ in dem Konzept gewünscht sei. „Wir sollten ein klares Signal setze und nicht an den Meistbietenden verkaufen. Für soziale Belange sollten wir offen sein“, meinte Dr. Christian Vogdt (CDU). Der Ausschuss einigte sich bei drei Enthaltungen darauf, die „soziale Komponente“ bei der Auswahl eines Investors mit in den Blick zu nehmen.

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