KuKiS-Theater in Friedenskapelle
Ein Solo über die Scheinheiligkeit

Senden -

In einer Solorolle überzeugte Gertrud Hosenberg beim Theater der Kunst- und Kulturinitiative Senden. Die Darstellerin brachte einen Wilhelm-Busch-Klassiker packend auf die Bühne.

Montag, 26.01.2015, 20:01 Uhr

Mit Leidenschaft und voller Hingabe verkörpert Gertrud Hosenberg sämtliche Rollen in dem Wilhelm-Busch-Klassiker „Die Fromme Helene“.
Mit Leidenschaft und voller Hingabe verkörpert Gertrud Hosenberg sämtliche Rollen in dem Wilhelm-Busch-Klassiker „Die Fromme Helene“. Foto: dre

Im pinken, eng anliegendem Stretchkleid, Stöckelschuhen und hochgesteckten Zöpfen stolzierte Gertrud Hosenberg Sonntagnachmittag als „Die Fromme Helene“ über die Bühne. Voller Hingabe und Leidenschaft, gepaart mit einer extra Portion Witz und Ironie, verkörperte die Theaterpädagogin in Bewegung die Figuren aus einer der wohl bekanntesten Bildergeschichten von Wilhelm Busch . Die Kunst- und Kulturinitiative (KuKiS) Senden hatte zu dieser Veranstaltung in die Friedenskapelle eingeladen.

„Wilhelm Busch ist einfach fantastisch und genial“, sagte Hosenberg über den einflussreichen Dichter und Zeichner aus dem 19. Jahrhundert. Man könne das Stück gut als Solo-Darbietung inszenieren. Die Thematik der Scheinheiligkeit und des Kleinbürgertums sei sehr spannend. Die Ironie umwerfend, so Hosenberg weiter.

Die Geschichte: Die junge, Waise Helene wird auf das Land zu Onkel und Tante Nolte geschickt.

Das Dorf soll sie vor den Verführungen in den Großstädten schützen. Noltes sind bemüht, aus Helene einen frommen, sittsamen Menschen zu machen. Doch das kesse Mädchen spielt Onkel und Tante so manchen Streich und verliebt sich in Vetter Franz.

Die Warendorferin hat das Stück von Wilhelm Busch etwas variiert. „Ich habe musikalische Sequenzen eingebaut“, erläuterte die Theaterpädagogin. In dem rund 65-minütigem Hör-und Schauspiel hält sich Hosenberg an den Originaltext. Lesung, Spielszenen und Zeichnung stehen in Wechselwirkung.

Schauspielerische Finesse beweist Hosenberg, als sie nacheinander in die verschiedenen Rollen der Inszenierung schlüpft: Mal ist sie Tante, mal Onkel Nolte, sie verkörpert das fromme Lenchen und Vetter Franz in einer Person.

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